2. interaktive Geschichte.

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Ollowain1994
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von Ollowain1994 » Mi 12. Aug 2009, 23:27

Gerwyn wurde von Sinthoras begrüßt und er sah, dass sein Blick neben ihn schweifte und etwas betrachtete. Und erst jetzt fiel Gerwyn auf ,dass Nordraum mit ihm gegangen war. Er musterte ihn ein Sekunde lang. Wieso war er ihm gefolgt? War er wirklich so neugirieg? Gerwyn wendete sich wieder Sinthoras und Luthienne zu. Luthienne hatte noch nichts gesagt,aber als er sie anblickte ,sah er wie sich ein Lächeln um ihre LIppen spielte. Gerwyn deutete mit der Hand auf Nordraum und sagte zu den Beiden:" Das ist Nordraum. Er reist zur Zeit mit mir. Nordraum, das sind Sinthoras und Luthienne." Dabei zeigte er auf die beiden. Sie begrüßten sich mit einem stillem Nicken. Gerwyn fuhr fort." Er ist aber nicht mein einziger Reise Gefährte. Ich bin auch noch mit Sunniva und Aelfric unterwegs. Und ihr werdet die beiden gleich auch noch sehen, aber zu erst muss ich euch sagen, dass ihr sie auf keinen Fall angreifen dürft. Egal was dir der Drache gesagt hat, Sinthoras. Es gibt einige neue Umstände." Nun machte Gerwyn eine kleine Pause um seinem Nächsten Satz eine Gewisse Wirkung zu geben."Uns steht ein Krieg bevor." Und nun wurde Gerwyn selber erst der Schrecken dieser Nachricht bewusst. Und er sah eine gewisse fassungslosigkeit in Sinthoras Augen. Luthienne sah aus als hätte sie sich gerade schwer verhört." Einen Krieg gegen das Nichts. Ich kann es selber nicht so gut erklären, aber Sunniva und Aelfric werden euch alles genauer erläutern. Nur werden wir alle zusammen kämpfen müssen ,um Gewinnen zu können. Wir brauchen auch die Hilfe der Königin. Gebt ihr mir euer Wort, dass ihr die beiden nicht angreifen werdet." Sie nickten stumm. Den Schrecken noch ins Gesicht geschrieben." Gut. Dann gehen wir nun am besten zu Sunniva und Aelfric. Die werden euch eure Fragen beantworten." Gerwyn wendete sich um und machte mit einem Handzeichen klar, dass sie ihm folgen sollten.
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von Schattenfell » Do 13. Aug 2009, 11:39

Nordraum folgte den Fremden stumm. Seine Blicke schweiften immer wieder ab und er konnte sich nur schwer darauf konzentrieren, die beiden Neuen einzuschätzen. Die Worte die dieser Elf gesprochen hatte, klangen noch immer fremd in seinen Ohren. Ein Krieg steht bevor, nein dies war es nicht das ihn ein Schaudern über den Rücken laufen lies. Es war nur, der Gedanke dass sie die Hilfe der Königin in Anspruch nehmen wollten. Er war hin und her gerissen zwischen den Fronten und konnte einfach keinen klaren Gedanken fassen. Wenn es nun stimmte was Leilana sagte, wenn sie wirklich… Er führte sein Selbstgespräch nicht weiter, denn lief es ihm eiskalt den Rücken herunter. Wenn es wirklich stimmte, dann gingen sie gerade in die Höhle des Löwens. Wenn Leilana Recht hatte, dann begangen sie einen Fehler. Würden sie Emerelle einweihen, sicherlich wusste sie schon einiges denn genau in diesem Augenblick streiften hunderte von Spionen durch den Wald. Aber Nordraum konnte nicht wissen wie mächtig Emerelle wirklich war. Sie lebte schon so lange auf dieser Welt! Und solange hat sie sich angepasst. Wieder lief ihm der Schweiß auf die Stirn. Er könne hoffen dass es nicht stimmte, doch wusste er doch dass Leilana dieses eine Mal keine Lüge gesprochen hatte.

Nordraum ging weiter schweigend hinter den drei her und blickte in die tiefen des Waldes. Es schien als würde ein dunkler Schatten immer wieder von den Bäumen ausweichen und ihnen folgen. Doch nach einem Augenblinzeln war er wieder verschwunden und sie waren alleine auf ihrer Reise. Vielleicht bildete er sich das auch alles nur ein und es war ein Hirngespinst von seinem, schon sehr müdem Körper. Aber der durfte sich einfach keine Ruhe gönnen, jetzt nicht. So dachte Nordraum wieder an die kommenden Tage und überlegte sich wie er nur aus diesem Kries ausbrechen könne. Wenn der Fluch nur nicht wäre, aber er hatte auch keine Chance ihn zu brechen. Vielleicht waren die beiden Neuankömmlinge von bedarf, so lag doch in diesem Krieger das Verlangen nach Blut und Gerechtigkeit. Es war ein gefährliches Spiel. Nordraum war sich fast sicher dass das Verhältnis zu Alferic und Sunniva nicht rosig war und dieser Sinthoras er war auf Blut aus. Irgendwas lag dort in seinem Blick, irgendwas was er nicht ergründen konnte. Mit einem schmalen lächeln ging er weiter und lies die drei voraus ins Lager von Alferic und Sunniva gehen. Er hatte die Ohren gespitzt und wartete gespannt auf die Reaktion der vier. Das Knistern war fast zu ergreifen, als sich ihre Blicke trafen. Nordraum, konnte jetzt nur noch still sein und seine Chance ergreifen…

Leilana schlich sich elegant durchs Unterholz und folge ihnen auf Schritt und Tritt zum Lager. Sie hatte jegliche Gedanken der anderen ausgeblendet um sich nur auf die Situation zu konzentrieren. Ihr Blick führte zu Nordraum als er stumm hinter ihnen her latschte. Wie sehr sehne ich mich nach dir! Leilanas irrer Blick schoss durch die Wälder und sie bemerkte nicht wie sie fast gestolpert wäre. Mit einem tiefen innerlichen Knurren ermahnte sie sich selbst und überlies ihren Bewegungen wieder ihren Instinkten. Sie konnte nicht länger hier in der Nähe bleiben, die Sehnsucht nach ihm war einfach zu groß. Nur ein falscher Schritt und ihre Tarnung würde auffliegen, nur ein falscher Schritt. Leilana lies ihren Blick sinken und blieb stehen. Ihre Schwänze zuckten wild um sich. So konnte sie ihnen doch nicht folgen, musste loslassen und ihre Gedanken an ihn verdrängen. Sie sehnte sich so sehr nach ihm, doch war es vorbei, niemals … Leilana wand sich ab und mit großen Sprüngen verschwand sie in die Tiefen des Waldes. Sie war schnell und dachte nicht an morgen, lies einfach nur ihre Bewegungen fließend über den Boden schweben.
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von Xijoria » Sa 15. Aug 2009, 14:21

Aelfric und Zyria standen nicht weit entfernt vom Ort des Geschehens und konnten alles beobachten. Es schien einen Moment zu dauern, sodass sie den Augenblick der ruhigen Gelegenheit ergreifen musste. Sie musste ihr Schweigen brechen. "Jetzt ist zwar nicht der Zeitpunkt für große Ausführungen Aelfric, aber ich muss es Dir erzählen, bevor sie zurück kommen.", sprach sie in Gedanken und setzte weiter fort: "Wie Du vielleicht schon erahnt hast, trägt der Drache Grimbolder das Nichts in sich. Der Drache, der die Elfen vor den Orks gerettet hat. Er ist der einzige Drache, den ich kenne und den Leilana meinen könnte. Aber nicht nur der Drache wird uns Schwierigkeiten bereiten. Wenn wir auf Leilana treffen müssen wir gefasst sein auf alles mögliche. Sie will nicht, dass sich unsere Wege kreuzen und alles im Alleingang erledigen. Wir kennen sie auch nicht anders. Dennoch - das Nichts ist eine Angelegenheit für alle. Zeitgleich kann ein zweiter Krieg gegen Leilana als Dämonin kommen. Zwei Kriege Aelfric." Sunniva brach ab und atmete tief durch. Sie spührte etwas Dunkles an Ihnen vorbeistreifen. Jemand war noch hier und beobachtete sie. Es konnte nur eine sein, die so eine dunkle Aura ausstrahlte... Sunniva fühlte sich in ihren noch unsicherer und sprach den letzten Gedanken in ein leises flüstern zu Ende, was nur er hören konnte: "Am meisten beunruhigt mich Leilanas Behauptung, dass die Königin Emerelle ebenso eine Dämonin sein soll und diese besiegt werden muss." Jetzt wartete sie nur noch auf eine Bemerkung von Aelfric, was er dazu sagen würde und ob er irgendwelche Gerüchte kannte.
Zuletzt geändert von Xijoria am Do 27. Aug 2009, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von Schattenfell » So 16. Aug 2009, 22:17

Leilana folgte den Gerüchen, die durch diese dunkle Nacht wehten. Ihr Fell bewegte sich im Gleichtackt mit ihren fließenden Bewegungen. Sie blickte nicht mehr zurück, denn konnte sie den Schmerz nicht ertragen. Sie musste aufhören an ihn zu denken, ihr Herz verschließen, doch war so schwer. So schwer einfach nur zu vergessen, nicht mehr zu denken, an ihn. Leilana war einsam, als sie ganz alleine durch den dunklen Wald lief. Nein, sie brauchte keine Angst zu haben, denn wer würde sie schon angreifen. Aber war es etwas anderes was sie immer wieder zurückblicken lies. Tief in ihr drin steckte diese Angst, es war der letzte Teil ihrer Menschlichkeit, der letzte Funken, ihres menschlichen Blutes. Leilana konnte nicht deuten warum sie nur immer wieder zurück blicken musste, ein Teil von ihr würde so gerne wieder umdrehen und der andere, dessen Blut die Nacht war, hatte dieses unendliche verlangen der Rache in sich. Ihr Blick wurde wirr, als sie immer schneller durch den dichten Wald lief. Die Gedanken der Dämonin kreisen in Raum und Zeit und verloren sich doch immer wieder im Ganzen. So blickte Xolukorn tief aus ihrem Inneren durch die Augen seiner Tochter, gefangen durch sie, schaute er ihr zu. Seine Hände waren gebunden als Leilana immer mehr zu dem wurde was sie wahrlich war. Ein Lächeln kam über Xolukorns Lippen, als der alte Dämon dessen Faden schon längst hätte getrennt werden, sah wie Leilana das letzte menschliche Blut verlor!
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von Shax » Mi 26. Aug 2009, 21:26

Während Gerwyn und Nordraum auf Sinthoras und Luthienne zu gingen warteten er und Zyria in einiger Entfernung, um die Situation nicht unnötig auf zu heizen. Wo Sinthoras doch
hinter Aelfric her war. Als sie auf eine Reaktion der Gruppe vor ihnen warteten wand sich Zyria plötzlich an ihn und teilte ihm mit was Leilana ihr in ihrem Brief mitgeteilt hatte. Als er
hörte das Emerell eigentlich auch ein Dämon sei war Aelfric sich nicht sicher was er antworten sollte.

„ Ich weis nicht genau Zyria ich meine Emerell hat eine relativ dunkle Aura für eine Elfin aber sie ist auch schon alt und hat vieles erlebt. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen das sie
wahrhaftig ein Dämon sein soll. Ich meine du hast Leilanas Aura gespürt. Kannst du dir auch nur im entferntesten Vorstellen das sie ein Dämon ist? Ich meine wir haben mit ihr gespeist
und ihre magischen Fähigkeiten sind wahrlich beeindruckend aber darin ist keine Dunkelheit versteckt. Ich glaube einfach nur das Leilana versucht zwischen uns und die Elfen einen Keil
zu treiben. Sie ist es schließlich die sich an den Elfen, für das was ihrem Volk widerfahren ist, rächen will. Aber ist es nicht eigentlich so das ihr Volk, wenn man es denn überhaupt noch so
nennen kann, dem Nichts gefolgt ist und den Preis gezahlt hat, welchen das Nichts mit sich bringt.“
Aelfric machte eine Pause als er zu der Gruppe vor ihnen Blickte. Er fragte sich was sie dort trieben. Warum dauerte es so lang eine Entscheidung zu treffen.
Dann fuhr er fort.
„Und selbst wenn Leilana in irgendeiner lächerlichen Art und Weise recht haben sollte, warum sollten wir uns gegen Emerell wenden. Ich meine sie hätte mehr als genug Zeit gehabt
uns zu schaden oder? Sie ist und bleibt eine Verbündete und wir werden uns gegen Niemanden wenden der uns nichts Böses will. Die einzigen um die wir uns im Moment
sorgen müssen ist der Drache und Leilana. Entweder werden wir dem Nichts in Form des Drachen gegenüber treten oder in Form von Leilana, sollte sie den Drachen allein töten
können. Und sollte das geschehen werden wir es schwerere haben.“
Platonische Liebe kommt mir so vor wie ein ewiges Zielen und niemals losdrücken.
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von Xijoria » Do 24. Sep 2009, 15:45

Schnell sprach sie ihre Meinung aus, denn die Gefährten waren in Sichtweite und es würde nur noch wenige Augenblicke dauern, bis sie sich das erste Mal nach langer Zeit wieder begegneten. Was Sinthoras oder Luthienne sagen würde, malte sie sich nicht aus, denn ihre Gedanken waren viel weiter weg und Zyria wollte noch ihr Gespräch beenden, bevor es unterbochen werden könnte. Sollen die drei erstmal kommen.

"Vielleicht ist das auch unserer Denkfehler. Emerelle ist alt und sie hatte viele Jahre Zeit ihre Dämonische Seite beherrschen zu lernen. Ich habe in der Tat eine solche Aura, wie die von Leilana, bei unserer Königin nicht gespührt. Aber Aelfric, haben wir bei Leilana vorher gespührt, dass sie eine Aura der Dämonen in sich verbirgt? Was ist, ich will es mir nicht ausmalen und ich schäme mich für den Gedanken, aber was ist, wenn wir uns doch irren und in all der Zeit in der Königin ein Dämon schlummert. Ja - schlummert, anders kann ich es gar nicht ausdrücken, denn in Leilana schlummerte auch einer. Vielleicht hat sie in all der Zeit auch gelernt mit reinem Licht Magie zu weben. So wie ich es kann und nun erlerne die Dunkelheit zu erkunden.. Was ist wenn sich dort parallelen ziehen lassen? Ich weiß nicht was ich denken soll. Ich bin mir unsicher. Mein Herz mag diese Vorstellung nicht glauben, die sich in meinen Gedanken eingeschlichen hat. Wie soll ich kämpfen, wenn ich nicht weiß, welche Seite die Richtige ist." Leich beunruhigt von ihren eigenen Worten der Gedanken knüpfte Zyria an Aelfrics letzte Worte an. "Aber Du hast Recht, mit dem was das Nichts angeht. Wir müssen es besiegen, bevor es noch schrecklichere Auswirkungen gibt. Leilana als Dämonin und das Nichts steht im Vordergrund, alles andere entwickelt sich. Diese zwei Feinde sind präsenter als ein irgendwelche Spuckgeschichten. Dennoch sollten wir die Augen offenhalten für alle anderen Anzeichen und nicht blind etwas vertrauen, sondern durchaus skeptisch sein. In diesen Zeiten sollten wir wachsamer sein als je zu vor. Hoffen wir das es sich zum Guten wendet."

Sunniva blickte übers die Büsche hinweg und wunderte sich, was die anderen drei aufhielt. Ob Sinthoras gegen seinen Willen kämpft zu ihnen zu kommen oder lag es an etwas anderes?
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von Schattenfell » Di 20. Okt 2009, 18:15

Sie war schnell. Ihre Muskeln zeichneten sich markanten an dem langem Dämonen Körper ab, als sie dort durch den Wald lief, der Lichtung entgegen. Genau vor ihr war das geheime Lager ihrer Armee, dort lag es dieses Lager was alles entscheiden sollte. Die Sonne schon im Zenit blickte sie durch ihre leuchtenden Augen über das offene Feld. Zelt an Zelt reite sich in langen Reihen, ihr auf der Ebene und überall wo man hinblickte waren diese narbigen kalten Gesichter der dunklen Wesen zu sehen. Eine Aura lag über dem ganzen, es lies einen frösteln, so als würde ein kalter Wind einen umwehen. Den Blick noch immer starr auf die Lichtung gesetzt verlangsamte sie ihre Tritte und kam schlussendlich zum Stillstand. Die Wesen änderten ihr Gemüt sofort, wurden angespannt aufmerksam und hier und da lies einer ein kleines Winseln von sich. Sie hoben ihre Köpfe zu Tausenden als die Dämonin mit großen Sprüngen durch die Zelte galoppierte, ihr Weg war klar, so wollte sie genau in die Mitte des ganzen. Sie machten den Weg frei liesen ihr Platz, so wussten sie doch dass sie vor nichts halt machen würde. Leilana lies ihren kalten Blick wieder durch die Reihen schweifen und dort wo ihre glühenden Augen auf die anderen trafen, sanken diese sofort den Kopf. Niemand konnte ihr in diese grellen Höllen schauen, doch auch konnte man den Blick nicht von ihr lassen. Als würde eine innere Gefahr von ihr ausgehen, als würde jeden Moment eine Bombe platzen, man sich in Sicherheit begeben sollte. Nicht nur ihr Körper, sondern auch Geist und Seele wurden zu dem was sie war! Jeder konnte dies ihr spüren doch niemand wagte es auszusprechen, niemand wagte es davon zu gehen…

In der Mitte des Platzes hob sie elegant ihren Kopf und schaute sich um. Sie hatten sich alle um sie versammelt. Sie schauten weg, jedoch vereinzelt kamen angsterfüllte Blicke zu ihr hoch. Sie folgten ihr nicht aus Eigenwillen, dies konnte man sehen, sondern lag der Angstschweiß in der Luft. Leilana wusste genau was sie zu tun hatte, sie musste sie auf ihre Seite bringen, ihnen klarmachen für was sie zu kämpfen hatten. Für was sie ihr Leben opfern sollten.

„Sengt nicht die Köpfe wenn ich mit euch reden, tut nicht so als würde ein einziger Blick von mir euch töten. Schaut mich an und sagt mir was ihr seht, schaut mich an und sagt mir was ihr fühlt?!“ Ihre Stimme war eiskalt, durchschneidend. Ein frösteln ging durch die Reihen und vereinzelt gingen einige auf die Knie. Es war zu viel, zu viel Einfluss. Sie war durchtränkt von der Dunkelheit und die Seelen der Wesen konnten manch einer diese Überflutung nicht aushalten, nicht wiederstehen. „ Ich sage euch was ihr denkt, sage euch was hier fühlt. Nicht ich bin jene die euch Angst machen sollte, sondern die die da draußen sind, jene die euch Unterdrücken euch ihren Willen aufzwingen. Vor jenen solltet ihr Angst haben!! Nicht vor mir, denn bin ich nicht die Gefahr, nicht die die euch unterdrückt, nicht die die euch gefangen hält.“ Leilana hob ihre Stimme und lies ein tiefes grollen aus ihrer Kehle entweichen. „ Sie sind es, SIE.“ Wie ein Kommando, begann sich ein Schlund zu öffnen und ein Elfe wurde mit zwei Gestaltenwandler vor die Dämonin geführt. Blut lief ihm über die Wange, die Kleider waren nur noch Fetzen und eine tiefe Wunde war auf seinem Bein gezeichnet. Die Gestaltenwandler liesen ihn vor der Dämonin los und zogen sich elegant zurück. Sofort viel der Elf zu Boden, zu schwach um sich aufrechtzuhalten. „ Schaut ihn euch an, dies sind unsere Feinde, dies sind die Wesen die uns seit jeher unterdrücken. Zwingen sie uns nicht in den Untergrund zu gehen, zwingen sie uns nicht uns zu beugen, vor ihnen! Was war in der Vergangenheit, was ist geschehen in diesen Jahren, was haben sie uns angetan? Sengt nicht den Blick vor ihnen, lasst euch nicht auf die Knie zwingen. Ich bin gekommen um euch zu führen um die Vergangenheit zu vergessen und in die Zukunft zu blicken. Lasst die alten Wunden nicht wieder aufblühen, lebt nicht mehr in den Jahren davor, sondern im hier und jetzt. Schaut ihn an schaut in seine Augen, sein Gesicht, sein Körper. Was seht ihr?“ Leilana ging geschmeidig auf den Elfen zu und berührte ihn leicht mit ihrer Magie. Er erhob sich und schaute ihr in die Augen. Sein Haar wehte ihm ins Gesicht als er das Wort an sie richtete. „Dämonin!!“ Wie ein flüstern war seine Stimme. „Wie kann dies sein, wie kannst du überlebt haben in all diesen Jahren.“ Er sank auf die Knie und beugte den Kopf. Als würde eine schwere Last auf ihm liegen, versagte seine Kraft. „ Seht sie euch an, ihr Wesen der Dunkelheit. Schaut genau hin, sie sind schwach! Nur durch die eine Intrige konnten sie uns verbannen nur dieses eine Mal unterdrücken und schon zu lange leiden wir unter ihnen. Ich sage euch, lasst uns nicht mehr beugen, lasst uns nicht mehr die Köpfe senken. Wir sind nicht geboren worden um zu dienen, nicht geboren worden um vor dem da, sich zu beugen. Lasst uns nicht länger unser Schicksaal hinnehmen, sondern es nun in die eigene Hände nehmen.“ Ihre Stimme wurde laut, immer undeutlicher wurden die Worte. Doch drang jedes einzelne tief in die Geister der Wesen ein und berauschte diese. „ Es ist an der Zeit die Zukunft zu verändern, an der Zeit Geschichte zu schreiben. Lasst uns ziehen sage ich euch, lasst uns gehen in unsere Welt. Lasst uns kämpfen für die Freiheit..“ Für meine Rache. „ Der Tag ist gekommen sage ich euch meine Freunde, der Tag ist gekommen an dem sich alles verändern wird.“ Leilana brach ab, denn war das Geheule zu laut. Manch einer Schrie, andere liesen ihr inneres Wesen freien Laufes. Doch alle stimmten sie ihr zu, alle waren sie eins, mit der Dämonin. Ein dunkles Lächeln ging über ihre Lippen. „ So sage ich euch lasst uns noch heute aufbrechen in unser Land, lasst uns noch heute vor Sonnenuntergang nach Alben reisen und an ihre Tür klopfen.“ Ihre Worte waren noch nicht ausgesprochen als alles sich in Bewegung setzte und fertig machte zum Aufbruch. Leilana lachte aus vollen Zügen und bemerkte nicht wie sich der Elf erhob und sie anschaute. „ Du denkst du hast es geschafft Dämon, doch haben wir uns schon seit Jahrhunderten auf deine Rückkehr vorbereitet. Leilana, du wirst fallen, so wie deinen Ahnen vor dir. Du wirst fallen und mit dir wird die Geschichte enden. Die Herrschaft ist mein.“ Ein frösteln ging durch die Dämonin als sie sich dem Elfen zu wand. Dies war nicht er der redete sondern Emerelle, sie sprach durch ihn zu ihr. Sie wollte etwas erwidern, doch der Funke des Elfen erlosch, rasch…
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von ollowain3 » Mi 4. Nov 2009, 16:14

Sinthoras war verwirrt! Nicht nur irgendwie oder nur leicht - sondern vollkommen! Gerade einmal fünf Minuten waren sie in dieser Welt, da trafen sie auch schon Gerwyn! dieser sagte ihnen einfach so, sie sollten aufhören nach Aelfric zu suchen, es einfach sein lassen! Wochenlang hatten sie den Vampier gesucht, oft tagelang ohne zu schlafen auf der Jagd nach ihm gewesen. Sie waren jedem Gerücht gefolgt, jeder noch so wahnwitzigen Geschichte über Vampiere gefolgt, hatten mehrmals ihr Leben riskiert und wären des Öfteren fast gestorben! Doch Gerwyn tanzte an und sagte ihnen, jetzt wo Aelfric zum greifen nahe war, sollten sie einfach aufhören! Und was war die Begründung? Ein Krieg steht bevor! Wieso hatten sie davon nichts mitgekriegt? Sie hätten auf all ihren Erkundungstouren doch solche offensichtlichen Vorzeichen, wie die eines Krieges bemerken sollen. Aber Sinthoras und Luthienne hatten nichts von einem Krieg gehört, und deshalb bezweifelte er nun berechtigter Weise, das Gerwyns Worte wahr waren! Sie sollten ihm versprechen, das sie Aelfric nichts tun würden wenn sie ihn sähen und Sinthoras willigte mit einem stummen Kopfnicken ein. Doch Versprechen hatten für ihn schon lange keine Bedeutung mehr für ihn, nicht nach dieser Jagd!

Sie folgten Gerwyn und Sinthoras plante schon sein nächstes Vorgehen. Er würde sich anhören was Aelfric zu sagen hatte, doch die Worte würden keine Bedeutung für ihn haben. Der Vampier würde heute besiegt werden! Auch wenn Luthienne, Sinthoras nicht unterstützen würde, wäre ihm das auch egal! Sinthoras hatte seit Wochen nicht sein richtiges Schwert benutzt, doch für diesen Kampf benötigte er die Waffe von Ollowain. Sie würde ihn stärken und seine Heibe führen! In Gedanken ging er Ausweichmanöver gegen magisch Attacken durch, hielt sich die tödlichsten Punkte eines Körpers noch mal vor Augen und spannte seine Muskeln abwechselnd an um sich aufzulockern, ohene das es jemand merkte.
Er warf einen Seitenblick zu Luthienne und sah in ihren Augen die gleiche Wut die auch in seinem Herzen brannte. Bald würde der entscheidende Kampf beginnen!
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von Xijoria » So 8. Nov 2009, 14:06

Endlich! Gerwyn konnte scheinbar mit Mühe und Not die beiden zum Laufen bewegen und schien sie umgestimmt zu haben. Die wenigen Meter die sie voneinander entfernt waren, schienen wohl wie viele Kilometer für Luthienne und Sinthoras zu sein - so als ob es eine Hürde wäre zu ihnen zu kommen. Zyria hatte das Gefühl, dass die beiden mit Unwillen kommen. Hoffentlich war Sinthoras kein Sturkopf und hörte zu. Die Angelegenheit war wirklich wichtig.

Jetzt standen sie sich endlich gegenüber. Zyria beobachtete die Regungen aller. Angespannt war die Atmosphäre zwischen ihnen und ein leichtes knistern war in der Luft zu spüren. Wer würde wohl als erstes das Wort an den anderen wenden?
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Re: 2. interaktive Geschichte.

Beitrag von ollowain3 » So 8. Nov 2009, 14:20

Es war soweit. Vor ihnen standen Aelfric und Zyria! Die Kreatur, die er so lang gejagt hatte, war nur wenige Schritte von ihm entfernt. Die Anspannung aller, war schon fast körperlich zu spüren - jeder wusste, dass dieses Treffen in einem Blutbad enden konnte, und Sinthoras hoffte es beinahe! Der Elf überlegte ob Aelfrics Reflexe wohl gut genug waren, um einen überraschenden Angriff zu parrieren. Doch, nein - so unehrenhaft war Sinthoras auch wieder nicht. er würde dem Vampier erst eine Herrausforderung zurufen. Angestrengt dachte er auch über ihre letzte Auseinandersetzung nach. Es lag nun schon mehr als hundert Jahre zurück, und doch, war es Sinthoras, als wäre es erst gestern gewesen. Die Kraft, mit der seine Schläge gegen die von Aelfric geprallt waren, Sinthoras Unterlegenheit, gegnüber der Magie und die Schwierigkeit einen Vampier zu töten!
Er musterte auch Zyria durchdringend. Die Dunkelelfe schien genau zu wissen was in ihm vorging, und das beunruhigte Sinthoras. Er war noch nie gut darin gewesen, seine Gefühle zu verbergen. So standen sie sich jetzt gegenüber!
Auf der einen Seite Aelfric und Zyria, auf der anderen Gerwyn, Luthienne und er. Das Schweigen setzte sich fort, keiner wollte das erste Wort haben.
Wenn wir brennen, dann brennen sie mit!

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