Mein eigene Geschichte (Ausschnitt)

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Fandril
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Mein eigene Geschichte (Ausschnitt)

Beitrag von Fandril » Fr 6. Feb 2009, 14:37

Also ich bin neu hier und schreibe ein bisschen in meiner Freizeit..
Ich poste hier mal einen Ausschnitt meiner Geschichte. Ich hoffe auf konstruktive Kritik, nehmt kein Blatt vor den Mund. (Ich weiss das einige Wörter etwas oft vorkommen)

Kapitel 1 Peinvolles Erwachen
Schmerz.
Nichts als brennender Schmerz.
Das war das einzige was Fandril noch empfand.
Nicht einmal sehen konnte er. Seine Erinnerung war so verschwommen, wie ein Bild in einem angelaufenem Spiegel. Er sah nur noch verwaschene Bilder von Blut, Leid und Tod. Nun merkte er langsam seine Hände und einzelnen Finger. Erst nach einer gefühlten Stunde konnte er seine Finger bewegen, danach wurde ihm bewusst das er auf einem sehr weichen, anscheinend von Menschen gebautem Bett lag. Er spürte das nur dank seiner elfischen Sinnesschärfe. Zwei Minuten war er noch wach, dann schlief er ein.
In seinem Traum stand Fandril inmitten einer gewaltigen, leblosen Salzwüste. Gefahr lag in der Luft, aber dennoch war es friedlich. Schon nach einem Blinzeln stand er inmitten von Schattengestalten, er wusste zwar nicht wer sie waren, aber das sie feindlich waren. Er zog seine Schwerter und wirbelte mit der Eleganz eines Tänzers durch die Feindesmenge, seine Klingen durchtrennten unzählige Glieder. Doch wo einer fiel standen zwei wieder auf. Fandril blinzelte erneut, nun erkannte er was da vor ihm stand. Ihm gefror das Blut in den Adern als er sah das es Skelette waren. Hunderte kamen auf ihn zugetaumelt...

Doch plötzlich als ihm ein Axthieb entgegen kam erwachte er schweißgebadet. Er konnte zwar nichts sehen, aber wenigstens seine Finger bewegen. Auf einmal erklang eine warme, herzliche, offenbar junge menschliche Stimme:"Bist du wach?" "Ja.", war das einzige was Fandril hervorbrachte. Die Stimme antwortete:"Mein Name ist Rhadon, ich habe dich die letzten Wochen über gepflegt." Bei dem Wort "Wochen" blieb ihm der Atem stehen. War er wirklich seit Wochen ohnmächtig? "Wir haben dich vor etwa zwei Wochen vor dem Wall gefunden.", Rhadon sprach nun nicht mehr so herzlich:"Du warst an unzähligen Stellen geschnitten, geprellt oder anders verletzt und standest kurz vor dem Verdursten. Es war ein Wunder das du es geschafft hast dich bis an die Mauer zu robben, aber das du überlebt hast verdankst du mir. Du kannst nichts sehen weil du fast komplett in Verbände gehüllt bist." Schmerz durchzog Fandrils Bein, er wollte schreien, konnte aber nicht. Erst nach ein paar Sekunden fiel ihm wieder ein das er in Verbände gehüllt war."Hast du Schmerzen?", fragte Rhadon. Röchelnd brachte Fandril ein "Ja" hervor."Ist ja auch kein Wunder.", Rhadon klang überzeugend auch wenn er keine Rede hielt:"Bei den Verletzungen die du hattest und immer noch hast."

Fandril gelang es nun endlich seine Gedanken zu ordnen und, trotz Röchelns, einen ordentlichen Satz zu formulieren:"Wer...Wer hat mich so zugerichtet?" "Das weißt du nicht?!", Rhadon klang als verstehe er die Welt nicht mehr."Nein, wirklich nicht", war das einzige was Fandril entgegnen konnte."Nun du scheinst es wirklich nicht zu wissen, also werde ich es dir erklären. Seit etwa zwanzig Jahren tauchen im ganzen Land Untote, wandelnde Tote auf, aber vor allem in Arand, das im ekranischen Krieg zur Salzwüste wurde. Ihr Elfen schickt aller paar Monate einen Elitetrupp dorthin der die Lage überprüft. Ich weiß das da diese Elitetruppen durch den Wall müssen. Deinen Trupp habe ich allerdings nicht gesehen. Das bedeutet das du ein besonders guter Krieger sein musst.", in Rhadons Stimme lag immer noch etwas Verwunderung. Fandril kam das alles sehr merkwürdig vor, besonders das er ein guter Krieger sein sollte."Wo bin ich?", fragte er."Du bist im Tamorischen Wall, der die Grenze zwischen Tamoria und Arand. Das Schwert das du bei dir hattest weist dich als Krieger aus Faradria aus." Etwas von Fandrils Erinnerung tauchte nach diesen Worten wieder auf. Er erinnerte sich das er aus Faradria stammte und sich auf dem Kontinent Asgaria befand. Neunhundertunddreizehn Jahre war er alt, also im mittleren Alter eines Elfen. Plötzlich kamen viele andere Erinnerungen wieder, wie hatte er vergessen können das der hohe Rat ihn persönlich zum Leiter einer wichtigen Mission erklärt hatte. Seit Kurzem erschienen über Arand merkwürdige Lichtspiele in den Farben von Karmin, Safran und Jade. Die Zahl der Untoten wuchs seitdem stetig. Er und sein Trupp sollten die Ursache für diese Ereignisse finden.

Es kamen noch einige geographische Erinnerungen wieder, aber sonst fiel ihm nichts mehr ein."Ich werde nun gehen und du ruhst dich jetzt aus." Nach diesen Worten hörte er eine Tür. Schon nach einigen Minuten schlief er wieder tief und fest.
Diesmal war es wieder derselbe Traum und dieselben Skelette, allerdings war alles klarer und deutlicher. Als ihm der Axthieb entgegen kam konnte er abblocken, er wirbelte herum und durchtrennte das spröde des Skeletts. Nach einigen Paraden, Finten und durchtrennten Knochen erkannte Fandril das er keine Chance hatte, egal was er tun würde. Er rannte mit der Geschwindigkeit eines Geparden um sein Leben. Wenige Sekunden nach seinem Start hörte er ein seltsames Sirren. Neben ihm landeten dunkle, mit Widerhaken besetzte Pfeile. Die Skelette waren also auch Bogenschützen! Fandril rannte immer schneller, aber als ein Pfeil über seine rechte Schläfe schrammte ging er zu Boden...

Er schreckte auf und erwachte wieder schweißgebadet. Er war vollkommen fertig, da er keinen guten Schlaf hatte. Nach kurzer Überlegung merkte er das der Traum wahrscheinlich eine Erinnerung war. Sein Trupp und er mussten in einen Hinterhalt geraten sein. Nur Fandril überlebte, alle anderen starben. Fast kam es ihm so vor als hätten sie ihn absichtlich am Leben gelassen, doch das hielt er für abwegig da die Untoten nicht intelligent genug waren.
Er beschloss Rhadon von seinen neugewonnenen Erinnerungen zu erzählen...
Kurz darauf hörte er das Knarren einer Tür und danach erklang Rhadons Stimme:"Gute Neuigkeiten: Wir können ein paar Verbände abnehmen." "Ich habe einige Erinnerungen wieder.", antwortete Fandril. "Das ist gut du wirst bald alle Erinnerungen wieder haben und jetzt werden wir erstmal einen Verband abnehmen." Fandril spürte etwas an seinem Kopf, der Augenverband fiel herunter und grelles Licht fiel in seine Augen, sodass er sie sofort schloss. "Du musst dich erst an das Licht gewöhnen, auch wenn du normalerweise zehmal bessere Augen hast als ich." Fandril blinzelte zweimal, sodass er sich langsam an das Licht gewöhnte.
Er sah dass das Zimmer in dem er sich befand holzvertäfelt war und schlicht eingerichtet war...

Als er Rhadon erblickte erschrak er, denn Rhadon war ein alter, faltiger Mann dem eine große Narbe über das Gesicht lief. Sein schütteres, weißes Haar fiel ihm bis auf die Schultern, was für einen Menschen sehr ungewöhnlich war. Ausserdem stützte er sich auf einen knorrigen Eichenstab."Hast wohl gedacht ich wär ein Jungspund?!", fragte Rhadon während er breit grinste."Ab...Aber deine Stimme klang so...jung als wärest du erst dreißig Sommer alt.", sagte Fandril immer noch leicht röchelnd."Tja, auch Elfen können sich mal irren, nicht wahr?", antwortete Rhadon nicht ganz ohne Ironie in der Stimme."Wann kann ich wieder laufen?", fragte er um vom Thema abzukommen."Wenn du Glück hast in zwei vielleicht drei Stunden, wenn du Pech hast erst in einigen Wochen, und jetzt beisst du besser die Zähne zusammen." Wenige Sekunden später kam ein stechender Schmerz durch sein Bein bis in seinen Hals herauf und er kämpfte um eine Ohnmacht.

Erst als der Schmerz nachließ konnte er erkennen das Rhadon sein Bein mit einer Pflanzenpaste bestrich."Warum können Menschen keine schmerzfreien Heilmittel benutzen.", dachte Fandril. Als Rhadon sich langsam zur Tür begab sagte er:"In zwei Stunden komme ich wieder, am besten schläfst du noch etwas." Rhadon ging durch die Tür und schloss sie leise. Fandril versuchte sich an noch mehr Dinge zu erinnern, aber das einzige an das er sich erinnerte war sein Kampf gegen die Untoten. Allerdings kam ihm plötzich etwas ein das er in der Ferne gesehen hatte: unzählige zerrissene Stofflaken an langen Lanzen. Jetzt traf es ihn wie der Blitz, was er gesehen hatte waren Banner!

Er musste den hohen Rat informieren, die Elfen und Menschen mussten eine Verteidigung aufbauen den Banner, zudem so viele, bedeuteten eine Armee...

Das Ganze verwirrte ihn ein wenig. Fandril dachte immer das die Untoten stupide, simple und instinktgesteuerte Wesen sind. Aber diese neuen Erkenntnisse zeigten das sie entweder von etwas "Höherem" gesteuert wurden oder aber intelligent waren. Sobald Rhadon wiederkam musste er ihm erzählen das offensichtlich eine Armee im Vormarsch war. Diese Nachricht zu verbreiten war seine oberste Pflicht, egal ob er wieder laufen konnte oder nicht...

Ich hoffe auf eine schnelle Antwort! :lol:

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Re: Mein eigene Geschichte (Ausschnitt)

Beitrag von Mithras » Mo 9. Feb 2009, 08:59

Schnell war das zwar nicht, aber besser zu spät als nie! :mrgreen:

Generell: Eine Handlung sollte man im Kontext betrachten. Da ich nicht weiß, weas du geplant hast, kann ich auch nur leidlich beurteilen, ob dieser Handlungsabschnitt storytechnisch gelungen ist! ^^

Der Textabschnitt ist soweit in Ordnung. Ich habe in erster Linie darauf geachtet, wie du schreibst. Trotz einiger Mängel, die natürlich dazu gehören, lässt sich der Text flüssig und gut lesen, der Satzbau ist weder zu kompliziert noch zu einfach, noch wirkt es allzu bruchstückhaft. Allerdings hast du wohl ein kleines problem zwischen der faktischen Konjunktion "dass" und dem Relativpronomen "das". ich will nicht erbsenzählerisch wirken, den Fehler machen leider viele, was aber nicht weiter schlimm ist, wenn man daran arbeitet.
Generell könntest du auch etwas intensiver beschreiben - Gefühle, Sinneswahrnehmungen und Eindrücke vermitteln. Dazu zählt zum Beispiel die Umgebung, die ich leider meist selbst ausspare, aber auch der Traum. Ich hätte noch gar nicht erwähnt, dass es sich nicht um die Realität handelt, sondern deinen Protagonisten erst einmal hilflos in seiner Traumwelt herumirren lassen, das wirkt tragischer.
An anderen Stellen gelingt dir das dann wieder gut, es könnte nur eben etwas mehr sein. ;)

Alles in allem durchaus ausbaufähig. Kein meister ist vom Himmel gefallen, selbst Hennen hat am Anfang Bücher geschrieben, die mir nicht unbedingt zugesagt haben. Also am Ball bleiben und vielleicht auch mal den Vorstoß in die geheimnisvollen Welten des Satzgefüges wagen! :mrgreen:
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Re: Mein eigene Geschichte (Ausschnitt)

Beitrag von Fandril » Mo 9. Feb 2009, 13:14

Also erstmal danke für die Kritik! (egal ob schnell oder nicht :lol: )
Endlich mal eine die ich auch verwerten kann! Ich habs ja schon einigen meiner Bekannten zu lesen gegeben und da kam nichts besonderes raus :mrgreen: !
Ich werde das sofort in die Geschichte einbauen. (ausserdem habe ich das Kapitel inzwischen schon unzählige Male umgeschrieben, weil ich grade das erste am schlechtesten finde)
Ich hab noch noch 7 andere Kapitel die ich etwas besser finde. :o
Wenn ich die mal posten soll sagts mir.
(PS: Ich hab auch ne Karte)

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Re: Mein eigene Geschichte (Ausschnitt)

Beitrag von Mithras » Mo 9. Feb 2009, 20:33

Kein Problem, ich bin ja selbst immer dankbar, wenn ich konstruktive Kritik erhalte.

Ich liebe Karten, nichts wie her damit! :mrgreen:

Wichtig wäre mir aber vor allem die Handlung, die du dir überlegt hast, denn man muss das Kapitel ja im KOntext sehen. Muss nicvht viel sein, Hauptsache ein grober Überblick! ^^
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Re: Mein eigene Geschichte (Ausschnitt)

Beitrag von Fandril » Di 10. Feb 2009, 08:10

Gut ich werde ich mal um ne Handlungszusammenfassung bemühen, ich glaub wenn ich hier die gesamte Geschichte reinstelle bricht alles zusammen :twisted:
PS: Ich bin ja neu hier, wie füge ich ein Bild ein?

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Re: Mein eigene Geschichte (Ausschnitt)

Beitrag von Fandril » Di 10. Feb 2009, 08:57

So hier ma ne grobe Handlungszusammenfassung (zumindest für Fandril, ich hab noch ne Nebenhandlung mit nem Ork namens Anograll): Also es geht darum dass Fandril (wie schon in Kapitel 1 zu lesen war) Leiter einer wichtigen Untersuchung war bzw. ist.
Als er dann in der Wüste angekommen war geriet er in einen Hinterhalt. Hauptsächlich geht es darum das er aufklären muss warum die Toten nicht in ihren Gräbern liegen bleiben.
Ich hab auch schon nen groben Plan wo er überall hinkommt (sieht man dann auf der Karte):(Spoiler)Wall--Weg nach Tamor--Tamor(Meschenhauptstadt)--Burg Agor--Abreise--Weg nach Sadt--Sadt(Ruinen)--Weg nach Alyska--Alyska(elfische Hafenstadt)--Weg nach Faradria--Faradria(Elfenhauptstadt)--Rückweg nach Alyska--Alyska--Schifffahrt--Ont(Insel)--Schifffahrt zurück nach Tamor--Tamor--weiter hab ich es noch nicht durchdacht
Das wärs erstmal im Groben :!:

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Re: Mein eigene Geschichte (Ausschnitt)

Beitrag von Mithras » Di 10. Feb 2009, 17:31

Ich würde dir raten, die Dateien über ImageShack oder andere Seiten hochzuladen. Einfach auf "Durchsuchen" gehen, das Bild aussuchen und hochladen. Dann erhältst du mehrere Links, die du einfügen kannst. Bitte aber nur den Link geben, direkt im Forum sichtbare Bilder werden hier nicht gerne gesehen! ;)

Übrigens betrifft das auch Mehrfachposts, also Beiträge desselben Benutzers, die unmittelbar aufeinander folgen. Boitte auch da aufpassen.

Zur Story: Mir gefällt, dass es anscheinend nicht um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse und um die Rettung der Welt geht. Natürlich weiß ich nicht, was du insgesamt geplant hast, wer dahinter steckt usw. Aber das Abenteuer-Detektivspiel, das du beschreibst, bietet vermutlich Abwechslung. Ich mag es, wenn nicht von Anfang an klare Fronten bestehen, sondern erst einmal nachgeforscht werden muss, und das möglichst lange. Wenn du das hinbekommst und dabei auch noch wenn möglich auf allzu krasse Klischees und Dogmen verzichtest, wird die Handlung sicher gut werden. Und in diesem Zusammenhang erfüllt auch der Textausschnitt seinen Zweck: Er weckt Erwartungen. Wenn du noch an den bereits genannten Aspekten arbeitest, kann daraus noch etwas Gutes erwachsen.
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Re: Mein eigene Geschichte (Ausschnitt)

Beitrag von Fandril » Di 10. Feb 2009, 17:54

http://img158.imageshack.us/my.php?image=asgariabh7.jpg
hier hab die karte mal hochgeladen (ich weiß die sieht schäbig aus) :geek:
viel spaß damit :lol:

PS: Die Suche nach der Ursache beginnt natürlich erst nachdem Fandril aus dem Wall weggeht.

PPS:(Spoiler):Hät ich vielleicht schon früher sagen sollen, ich bin erst 13.

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