Himmel in Flammen

Der aufkeimende Konflikt um Nangog, erzählt in 'Die Drachenelfen', 'Die Windgängerin', 'Die gefesselte Göttin', 'Die letzten Eiskrieger' und 'Himmel in Flammen'
nachtatem
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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von nachtatem » Mi 23. Mär 2016, 17:47

der eigenentliche Grund warum ich das in Betracht ziehe ist ja eigentlich ein Anderer:als sie in Elfenkönigin von dem Felsen sprang,da schien sich ihre Gestalt geändert zu haben.Es wurde erwähnt das sie seit frühster Kindheit einen Zauber gelernt hätte,der ihre Gestalt verändert (so habe ich es in Erinnerung)und verbirgt was sie wirklich ist.nun,Emerelle ist ein Baby,und auch ein kleines Kind,das sie so beschreibt,wie sie auch als Erwachsene aussieht.Warum also die Gestalt verbergen?Auch als sie ihre Hand nachwachsen ließ,da wurde der Schatten beschrieben als sei er nicht menschlich sondern bedrohlich,Falrach hatte Angst vor ihr,und nahm sie als Gefahr war.Warum wenn sie doch eine reine Elfengetalt hatte?Der dunkle Bruder ist zur Hälfte ja auch ein Elf...Aber es ist ja auch nur eine Idee die mir in den Kopf schoß.Ich kann mich noch lebehaft an die Diskussionen erinnern,als die Idee aufkam,das Emerelle einen Drachenvater haben könnte :-)))) Egal,vielleicht werden wir es erfahren. Ich habe auch den Eindruck,das Drachen sehr wohl zu starken Gefühlen fähig sind,und er beschützt Nandalee,er hat sie gern um sich,und seht sich nach ihr wenn sie fort ist.Er ist großmütig und er respektiert sie ,und er hätte gerne mehr Sex mit ihr,und zwar einen der von Herzen kommt,denn Gonvalon war ihm genau in dem Punkt ein Dorn im Auge,er war Eifersüchtig....Ich würde das schon liebe nennen,wenn maneinen Menschen um sich haben will auch wenn man eigentlich weiß,das dieser Mensch sein Untergang ist....Auch wenn die Alben das nicht beabsichtigt haben,Vielleicht haben sie das erst nach ihm berücksichtigt,oder er hat sich halt anders entwickelt....Und Emerelle hat Albenmark immer an erster Stelle gestellt :-) und Gefühle immer dahinter. Im überigen arbeite ich im medizinischen Bereich,und ich habe auch schon Leichen gewaschen und Sterbende begleitet.Ich habe das immer mit dem gleichem Respekt getan,wie ich einen Lebenden Menschen bahandel,und auch nach fast 20 Jahren ist weder Routiene noch eine Abgestumpftheit eingetreten.Ich glaube ich muss mir keine Gedanken machen,das mit schlecht wird,wenn ich lese das die Leiche eines Jungen geschändet wird,und sich ein Mann die Leber roh aus den Leichnahm in den Mund stopft ;-) ich denke das kann ich in meinem Ethikempfinden vertreten.Und ich denke das kein Pathologe das tuen wird,jedenfalls keiner der nicht irgedwie krank ist,oder halb verhungert.... :-)

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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von Death of Fantasy » Do 24. Mär 2016, 09:53

Du beziehst dich auf Seite 259 in 'Die Elfenkönigin'. Dank meiner Markierungen konnte ich die Stelle recht problemlos finden und nachlesen. Dabei ändert sie, soweit ich es herauslesen kann, nicht die Gestalt. Vielleicht hast du es mit dem Problem verwechselt, dass sie ein Wort der Macht rufen musste, da sie richtig aufkommen lässt (zumindest wirkt es so). Oder das womöglich den Zauber aufhebt, der ihr wahres Gewicht verbirgt.
Seit frühester Kindheit ist ein sehr dehnbarer Begriff. Man könnte es vielleicht sogar so auslegen, dass sie es schon im Mutterleib vermochte. Wer sagt, dass sie nicht, ebenso wie der dunkle Bruder auch eine drachenartige Gestalt besitzt, nur eben in Elfengestalt geboren wurde? Wenn der dunkle Bruder seine Gestalten wechseln kann, wie andere ihre Kleidung, warum sollten dies nicht auch Emerelle und Meliander können?
Eine Erwähnung des Schattens habe ich nicht finden können, auch nicht als Emerelle ihre Hand nachwachsen lässt (S. 69f.). Nur Schatten, die sich nicht durch das Licht erklären lassen. Keine seltsame Silhouette.

Besitzergreifendes Verhalten sollte nicht zwangsläufig mit Liebe verwechselt werden. Denn als solches kommte es mir eher vor. Du musst jemanden nicht lieben, um dich mit ihm paaren zu wollen. Ich hatte eher den Eindruck, dass ihn gestört hat, dass Nandalees Loyalität nie ganz allein bei ihm lag, sondern auch bei Gonvalon. Und dass sie alles getan hätte, selbst ihn verlassen, um Gonvalon zu retten. Etwas, das er nicht dulden konnte. Ich glaube mich zu erinnern, dass Herr Hennen sogar einmal in einer seiner Lesungen gesagt hat, dass Nachtatem Nandalee nicht liebt und dies auch nicht tun wird. Dass es ein gewisses Interesse und eine Faszination ist, die ihn dazu bringt, sich zu ihr hingezogen zu fühlen.
Und das wohl, obwohl sie sein Verderben sein wird. Was sie letztlich ja nicht ist.

Klar ist das nicht in Ordnung, zumindest nicht in der heutigen Zeit. Aber wenn ich denke, was die Leute früher manchmal gegessen haben, vor allem als Aphrodisiaka. Ich denke dabei nur an Hippomanes. Oder daran, wie manche Stämme in Neu-Guinea ihre Toten ehren/ehrten: Indem sie ihre Gehirne essen. Blöd in Sachen Prionen/Creutzfeldt-Jakob, aber andere Zeiten, andere Sitten.
Man muss sich auch nur allgemein die Hygiene von früher ansehen, die sie teilweise bei den Lebensmitteln hatten. Sowas darf man nicht mit heutige Standards vergleichen.
Und um ganz ehrlich zu sein: Fleisch ist Fleisch. Egal wo es herkommt. Es ist hygienisch durchaus kritisch zu sehen, wenn etwas gestorben ist und man es nicht getötet hat (schließlich weiß man nichts von etwaigen Krankheitserregern wie B. anthracis, Prionen, Rinderpest, Aujezky,...), aber sonst: Es ist nicht anders als Rind, Schwein, Pferd, Katze, Affe oder sonstwas. Der Mensch ist letztlich auch nur ein Tier, trotz der Vernunft. Das schrieb bereits Goethe sehr passend.
Ich persönlich verstehe die Leute nämlich nicht, die einen Unterschied zwischen den Tieren machen, nur weil sie hier Gefährtentiere sind. So oder so stirbt ein Lebewesen, damit man es essen kann. Man muss es mit sich selbst ausmachen, ob man das möchte. Notwendig ist es, dass irgendein Lebewesen stirbt, sei es Tier oder Pflanze. Wir sind eben keine autotrophen Organismen.
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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von nachtatem » Do 24. Mär 2016, 12:05

Na ja,Geschichten sind ja auch immer ein wenig interpretationsdinge,deswegen sind Bücher ja auch so toll.Wann liebt man,und wann sieht man einen Besitz.Meiner Meinung nach liebt man,wenn man jemanden unter anderen auch gehen lassen kann und was ist vor der liebe?reines Interesse....Sicher liegt in der Definition auch bei verschiedenen Menschen viel dazwischen.Natürlich könnte Emerelle das ja auch schon im Mutterleib gelernt haben,oder die Gazala,als sie sie auf die Welt gebracht hat .Alles möglich.das zum paaren nicht automatisch Liebe gehört weiß ich auch,aber alles zusammengeht auch,und aud Nähe entsteht auch der Wunsch nach körperlicher Nähe. Ich mag den Dunklen,und ich mag den Gedanken,das er allen Wiedrigkeiten zum Trotz fähig ist zu lieben.Das macht das Dunkle melancolisch,und ich mag verlorene Geschichten.
Klar gab es früher Rituale die heute grausam erscheinen,nur haben wir heute die Wahl,und ich persönlich empfinde,das uns das von der überigen Tierwelt unterscheidet.Ich zensiere diese Stellen auch überhaupt nicht,ich wollte nur wiedergeben,das mich das wesentlich berührt hat.Und das finde ich keinesfalls Falsch,wenn mich etwas berührt das ich lese.Ich bin im Großen und Ganzen ein Mensch der eher emotional ist,und ich teile mich gerne mit,nicht mehr und nicht weniger.Es ist nicht schlimm wenn jemand weniger davon berührt ist.Eine rosa Brille hab ich deswegen lange nicht auf.

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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von Death of Fantasy » Do 24. Mär 2016, 12:11

Das ist wohl wahr. Sind wir uns also einig, uns nicht einig zu sein. Ich mag' Nachtatem auch sehr gerne und besonders seine großen Führungsqualitäten in diesem Buch, waren wundervoll. Ein Grund, weshalb ich glaube, dass Emerelle seine Tochter ist. Auch sie opfert sich und ihr Glück für die Albenkinder auf. Das sieht man daran, wie sie die Zukunft und alle Hoffnung auf ihre Tochter für das Überleben Albenmarks opfert. Man kann sie auch ab und an für eine Tyrannin halten, aber sie tut die Dinge, weil sie denkt, dass sie das Beste für ihr Volk und ihr Land sind.
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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von TaroEld » Do 24. Mär 2016, 12:51

Achtung: Ich schreibe hier nur meine Gedanken zu dem Buch und der Serie auf, ohne rechten Erzählfluss oder Struktur. Lesen auf eigenen Gefahr.


Ich habe das letzte Buch nun auch in wenigen Tagen durchgelesen, und blicke mit recht gemischten Gefühlen auf das Buch, und eigentlich die ganze Drachenelfen-Reihe, zurück. Wenn ich meinen Eindruck in einem Satz zusammenfassen müsste, wäre dieser 'Zu viel des Guten'.

Einerseits finde ich, dass Hennen sehr gute Arbeit geleistet hat. Es sind echt massive Schmöker, und trotzdem hab' ich alle innerhalb je weniger Tagen durchgelesen. Augenscheinlich ist der Autor also recht gut darin, die Spannung aufrecht zu erhalten, und zum weiterlesen anzuspornen.

Andererseits habe ich jedoch das Gefühl, als dass der Serie etwas abspecken gut getan hätte, und dass sich Hennen etwas übernommen hat. Es gab so viele Charaktere, Handlungsstränge, Kampf- und andere Actionszenen, göttergleiche, unbezwingbare Monster und so weiter, dass man sich als Leser manchmal recht überwältigt und verloren fühlt.

Im Bezug auf Himmel In Flammen fällt mir da besonders der ganze Strang um den Luftpiraten und den Meuchelmörder, Lambgi hieß der glaube ich, in's Auge. Ihm wurden bestimmt 200 Seiten gewidmet- und schlussendlich wurde alles innerhalb 2 dutzend Seiten oder so gelöst- meiner Meinung nach sehr unbefriedigend. Der Character des Totengräbers hat mich sehr wenig interessiert, da im Kontrast zu ihm Götterschlangen, Drachenelfen, Unsterbliche, zwei ganze Phantheons von Göttern, und so weiter und so fort, um Seiten buhlen. Kurz gesagt, ich verstehe nicht, wieso der ganze Plot im Buch war. Das Versteck vom Piraten hätten sie auch durch einen unbenannten Spitzel in zwei Sätzen finden können, und es hätte nichts an der Geschichte geändert. Dass der Meuchelmörder kurz seinen Frieden gefunden hat war ja schön, aber seine Lebensgeschichte interessiert mich in diesem Kontext doch herzlich wenig. Der Pirat hat quasi keinen Character, und sein Ableben interessiert mich auch nicht. Die Eroberung der Tafelberge ist nur eine von dutzenden 'großen' Schlachten in dem Buch, und nichts im Vergleich zu z.B. dem Kampf mit dem Sohn der Göttin. Alles in allem also hätte dieser ganze Strang auch in einer Seite mit dem gleichen Ergebnis gelöst werden können, und ich denke nicht, dass die Geschichte dadurch irgendwas verloren hätte.

Dann der große, finale Kampf über dem Weltenmund. Ehrlich gesagt, fand ich das sogar in diesem Kontext, wo göttergleiche Wesen frei auf der Erde wandeln und Magie in Eimern um sich geworfen wird, reichlich übertrieben. Gleich zwei Kilometerlange Maschinenkonstruke flattern in der Luft herum, und alles ist Chaos- also ob Dörfergroße Götterschlangen, seegroße Himmelsquallen und Rochen, und berggroße Meerwanderer noch nicht genug gewesen wären, und Hennen noch einen draufsetzen wollte. Mein Gehirn hat sich schon bei der schwebenden Insel verabschiedet, und der gigantische Stahldrache war dann doch zu viel des Guten. Die ganze Schlacht war ein einziges Durcheinander, die Dimensionen zu groß als dass mein armes Menschenhirn noch damit klarkäme, die Charactere zu zahlreich also dass ich noch emotional bei der Sache wäre. Die Erwachung Nangogs, wohl einer der wichtigsten Punkte der Schlacht, und der ganzen Buchreihe, geht da vollkommen im Geschehen unter.

Irgendwie bringt mich das jetzt zur unglaublichen Action und den haarsträubenden Zufällen. Vor allem im Bezug auf die normal sterblichen Zwerge, also Galar, Nyr und Hornbori, ist mir das immer öfters aufgefallen. Allein im Verlaufe dieses Buches überleben sie bestimmt ein dutzend Situationen, die klar den Tod bedeutet hätten sollten. Es ist ein Fantasyroman, deshalb lass ich das öfters mal gerne durchgehen, aber in dieser Serie war es dann doch zu viel des Guten für mich. Irgendwann wollte ich einfach nur noch, dass einer von ihnen draufgeht oder schwer verkrüppelt wird, einfach damit ich mir mal wieder Sorgen um die Charactere machen mussten. Als dann im finalen Kampf Nyr tatsächlich stirbt, war ich schon so desentisiert, dass es mir auch egal war. Ich habe das Geschehen nicht mehr als, für ein sehr fantastisches Setting, realistisch gesehen- zu viel des Guten halt.

Was mir fehlte, waren mehr Seiten zu den Götterschlangen, Alben und Devantharen. Ich mag göttergleiche Wesen in Fantasyromanen, und diese Serie hat sicherlich haufenweise davon- allerdings finde ich, dass sie etwas zu kurz kommen. Das ist natürlich ein schwieriger Balanceakt, denn wenn man sie zu stark trivialisiert, verlieren sie auch ihr mystisches Element- zu diesem Punkt bin ich mir also nicht ganz sicher.
Vor allem hätte ich mir eine stärkere Reaktion der Alben auf den Tod einiger ihrer Geschwister erwartet. Der Goldenen kann die ganze Serie lang ungestraft schalten und walten, sodass ich irgendwie das Gefühl bekam, dass all diese Götter strohdumm seien. Die Himmelsschlangen werden allesamt von ihm übertölpelt, keiner scheint dahinterzukommen, dass er regelmäßig das Aussehen anderer Charactere annimmt, um damit Unheil anzurichten- bestes Beispiel das Ende des Buches, wo der Goldene, ohne dass es Nachtatem überhaupt bemerkt, in veränderter Form in seine Höhle spazieren kann. Dafür, dass sie alle also so übermächtig und göttlich beschrieben werden, sind sie schlussendlich doch sehr menschlich.

Auch mochte ich nicht besonders, dass wieder einmal viele Fragen offen bleiben. Hennen macht das ja generell recht gerne, um Raum für Spekulation und Fortsetzungen zu erlauben, aber doch bitte nicht am Ende einer ca 5000 Seiten langer Serie. Da wünscht man sich dann doch klare Tatsachen und Ergebnisse.

Weiterhin fand ich, dass es der ganzen Serie an Richtung fehlte. Als überhängenden Plot hat man das Treiben des Goldenen, der ja den Krieg um Nangog auslöst und ihn andauernd weitertreibt. Dann gibt es noch die Geschichten von Nandalee und Artrax als die 'normalsterblichen' Protagonisten der Serie. Doch nebenbei hat man dann noch dutzende, wenn nicht hunderte Charactere und Handlungsstränge, welche mal mehr, mal weniger wichtig sind, und von denen viele quasi irrelevant für die Handlung sind. Ich versteh ja dass solche Einblicke wichtig für's Worldbuilding sind, aber ich fand, dass es wieder einmal zu viel des guten war. Als ob der Editor irgendwann den Kampf gegen die Schreibwut seines Autors aufgab, und nur noch Schadensbegrenzung betrieb.


Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich die Serie durchaus mochte und sie auch sicherlich noch einmal lesen werde, sie aber meiner Meinung nach nicht an die Knackigkeit der anderen Elfenreihen herankommt. Eine Trilogie, mit wesentlich weniger Characteren und Handlungssträngen, dafür ausgeschmückteren Beweggründen und Einblicke in die diversen Götter, hätte mir besser gefallen.

Das ist mein erster Eindruck. Ich denke, dass mir in nächster Zeit noch weitere Punkte einfallen werden. Ich editiere dann diesen Post oder mach weitere.
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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von nachtatem » Mo 28. Mär 2016, 10:52

So,ich habe dann auch fertig:
Ich fand den Tod Sternauges jetzt gar nicht sooo kurz gefasst.Eben der Eile,die die Mission erforderte angemessen.Zum Ende hatte ich schon das Gefühl das alles ein wenig zusammen gepresst wurde.Tragisch fand ich den Tod von Nareks Sohn Daron,der als kleiner stummer Held,genau wie sein Vater starb.Ich finde grade die kleinen verlorenen scheinbar sinnlosen Dinge sind die,die mir ans Herz gehen.Auch das Schicksal des Totengräber fand ich nun nicht uninteressant.Genau wie seine Aufgabe,die er letztendlich nicht erfüllt hat.Es ist wie im Leben,man gibt sein Herzblut für eine Sache,die man zu Ende bringen will,und am Ende war alles scheinbar vergebens.Das Himmelland hat mich unweigerlich an die titanic erinnert.Ein unsinkbarer Riese.Riesengroß,scheinbar....dann kommt die bittere Wahrheit:So groß und unerschütterlich auch etwas erscheint,nix ist unvergänglich.Und schon in den Anfängen wußte ich:Rettungsboote für die Trolle und Kobolte waren nicht da...Ich fand das jetzt für diese Geschichte nicht wirklich übertreiben.Denn um eine ganze Welt zu zerstören muss etwas gigantisches passieren.Auch das kann ich auf die "reale Welt" projezieren.Immer höher immer größer,Konzerne,Bauten,Waffen....irgentwann ist etwas zu groß,zu mächtig und wird alleine deswegen fallen.Tragisch fand ich,Nangog:grad erwacht und schon gestorben.Ihren Tod hätt ich gerne mitverfolgt.Der ging im Getümmel vollkommen unter.Auch das Ableben der Devathar hat mich irritiert.Unsterblich ist für mich unsterblich...unvergänglich.Eine Fluchttüre hätte ich toll gefunden.Die Alben und die Devathar sind für mich so wie Licht und Dunkelheit,es gibt das Eine ohne das Andere nicht,also müssen die irgentwie weiter exestieren,irgentwie....Die Alben haben mich entäuscht.Ein wenig mehr hätte ich mir erhofft.Das war mir definitiv zu wenig.Hornborie mag ich immer noch nicht.Er ist mir einfach zu aalglatt ich hätte mich eher gewünscht das Nyr sein versprechen einlösen hätte können...Nondon ist mir sehr ans Herz gewachsen.Mh auch ich bin Neugierig was der Dunkle mit Emerelle und Meliander angestellt hat.Der Strang ist vollkommen offen...Ob das alles in einem Buch über Emerelle passt?Auch Anatu kam zu kurz,sie war einfach nur ein "Hilfsmittel" für das Entkommen von Nandalee,dabei war ich ehrlich neugierig auf sie.Was mich allerdings freut ist die viele Luft die am Ende gelassen wurde.Sie läßt Raum für mehr als nur einen Roman über Emerelle.Ich würde gerne etwas über die Anfänge von den Reichen auf Daia erfahren.Geschichten wie der Glaube zu den Göttern entstand,und ich hätte gerne die Götter an sich lebendiger.Die Hallen die später golden wurden.die vielleicht eine Verbindung zu den Unsterblichen oder den Resten der Devanthar schaffen,leben die Devathar nicht in ihrem Zauber weiter,mit dem sie alles erschaffen haben,würde eignetlich nicht alles mit ihnen vergehen?Können Artax und Shaya ein normales Bauernleben führen?Wenn einem die Welt zu Füßen lag,und man die Verantwortung und Träume so gelebt hat?Kann man das ablegen?Es fehlt noch ein ganzes Stück bis zur Befreiung des Ebermannes.... :-)

Ollwyn
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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von Ollwyn » Do 31. Mär 2016, 14:48

Achtung Spoiler Ahead! (ich wehre mit gegen den Formatierungswahnsinn sprich Schriftfarbe/Spoiler Kästchen... liest sich weniger schön :roll: )

Also ich kann mich nur dem Text von TaroEld anschließen. Es war einfach zuviel des Guten.
Ich habe alle Elfenbücher gelesen und es ist definitiv eine meiner mir liebsten Reihen... aber jetzt grade die letzten beiden Bücher zu den Drachenelfen-Büchern haben mich nicht mehr vom Hocker gehauen.
Es sind einfach viel zu viele Charaktere mit ihren ganz eigenen Geschichten. Und da ist es nur logisch, das auch ein so genialer Autor wie Hr. Hennen einer ist, es nicht vermag alle diese Handlungsstränge so auszuarbeiten das es mich als Leser berührt oder interessiert. Die Geschichte von Lamgi/Ilmari hat mich z.B. überhaupt nicht interessiert. Die (auch wenn es wenige waren), Passagen von Zarah/der Seidenen... haben mich überhaupt nicht interessiert. Die Passagen von Arcumena haben mich nicht interessiert, die von Necuhal haben mich nicht interessiert...

Die Sachen die dann wirklich spannend waren, nämlich Frar und das durchgeknallte Drachenbaby... davon hat man dann unbefriedigend wenig bekommen. Das aber ist natürlich reine Geschmackssache und damit meine ganz individuelle Kritik.

Auch war ich oftmals irritiert:
- Zum Ende vom die letzten Eiskrieger und am Anfang von Himmel in Flammen denkt man Kolja hätte noch eine wichtige Rolle zu spielen... und dann... zack ist er tot.
- Am Ende von Himmel in Flammen halten die Drachen ein Strafgericht über die Pegasi ab...weil die Nandalee geholfen haben... obwohl die Drachen genau wissen das die Pegasi kein Bewusstsein im Sinne einer intelligenten Spezies haben... also die Pegasi wissen ja nicht ob sie grade gegen den Willen der Himmelsschlangen handeln oder gegen Gesetzte verstoßen etc. Vielleicht sollte damit auch nur der beginn der Tyrannei aufgezeigt werden... aber so eine Reaktion erwartet man halt nicht von hochintelligenten göttergleichen Wesen.
- Warum wird auf den letzten 100-150 Seiten noch so ein Mini-Love-Story zwischen Myrella und Dylan begonnen die dann tragisch endet? Verstehe ich nicht. Ich kann gar keinen Bezug aufbauen. Die beiden sind mir einfach völlig egal.
- Ayleen einer der coolsten Charaktere unter den Drachenelfen wird irgendwie verhunzt und verheizt in diesem letzten Band. Mich hat besonders gestört das man wirklich nicht erfährt WARUM sie mit Nandalee mitgeht und sich dann für diese opfert, wo sie Nandalee zwar respektiert aber nicht wirklich mag. Grade bei einem Charakter wie ihr, den denke ich die meisten cool finden, hätte ich mir etwas mehr Infos über die persönlichen Motive gewünscht, stattdessen kriegen wir Seitenweise die Gefühlswelt von Lamgi/ilmari aufgedrückt .
- Es ist jetzt lange her aber wenn ich mit recht entsinne hat der Goldene Alben getötet in dem er in einen Stein in den Kopf gedrückt hat im ersten Buch der Drachenelfen oder so. Ich vermute mal das wird Emerelles Albenstein... aber das dieses dann in den restlichen Büchern nicht mehr erwähnt wird.... verstehe ich nicht. Also das die Alben... "die immer da sind" das so kommentarlos hinnehmen, ist als Leser nicht nachvollziehbar. Ich meine okay, die Alben sollen halt mysteriös und undurchschaubar sein... aber wenn unter ihresgleichen gemeuchelt wird ist es ihnen egal... werden die Pegasi ausgelöscht... dann hagelt es Strafen... auch auf die unbeteiligten Drachen (niederen Drachen)...häää?

Versteht mich nicht falsch, ich liebe die Elfenbücher und es ist der erste mal in 8 Jahren als treuer Fan, das Kritik übe. Und grade weil ich ein Fan bin halte ich es für meine Pflicht darauf hinzuweisen dass das einstmals so hohe Niveau mit den letzten beiden Büchern gesunken ist
Herr Hennen soll einfach mal so richtig schön lange Urlaub machen, sich ein bisschen anderen Dingen auf die er Lust hat widmen und dann, wenn es ihm gefällt mit ner bombastisch starken Triologie, wie Elfenritter, über die Schattenkriege schreiben. Elfenritter war der absolute Hammer.

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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von Chrisantiss » So 3. Apr 2016, 11:34

@Ollwyn-da stimme ich dir vollkommen zu. Ich hab nämlich genau so empfunden.
Irgendwie war es zuviel und einige Charaktere kamen zu kurz.
Auch ich liebe alle Elfenromane, aber ab dem 3. Band der Drachenelfen flachte es etwas ab.

Trotzdem hoffe ich, der Herr Hennen weiter schreibt. Vor allem hoffe ich auf die Schattenkriege.

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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von Counterstrike17 » So 3. Apr 2016, 20:28

Da bleiben reichlich Fragen offen.

Ich hatte gehofft, dass der Untergang der Drachen und die Zerstörung Nangogs in dem Buch ein wenig breiter behandelt wird.
Überhaupt fühlt sich der ganze Schluss sehr erzwungen an, als ob Herr Hennen noch viel mehr hätte schreiben wollen, aber nicht durfte.
Was passiert eigentlich mit Anatu?
Sie befreit sich ja am Ende aus ihren Gefängnis, spielt ja aber keine weitere Rolle in den Elfen Büchern, im Gegensatz zum Eberkopf ( btw hat man immer noch nicht erfahren, warum er alle Albenkinder so hasst)

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Re: Himmel in Flammen

Beitrag von Death of Fantasy » So 3. Apr 2016, 20:44

Nun, warum der Ebermann die Albenkinder so hasst wird eigentlich schon behandelt. Er meint ja, dass all sein Elend mit Lyvianne angefangen hat.
Ich fürchte Anatu stirbt beim Untergang des Gelben Turms, auch wenn ich das sehr, sehr schade finde. Ich hätte mir nach ihrer Befreiung auch erhofft, dass sie nochmals eine etwas größere Rolle spielen kann.
Ja, der Untergang Nangogs war durchaus recht kurz gefasst, da hast du Recht.
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