Išta und Ištar

Der aufkeimende Konflikt um Nangog, erzählt in 'Die Drachenelfen', 'Die Windgängerin', 'Die gefesselte Göttin', 'Die letzten Eiskrieger' und 'Himmel in Flammen'
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Išta und Ištar

Beitrag von Abonai » Di 20. Sep 2016, 13:01

Hallo, liebe Leute.

Da ich derzeit den Gilgamesh Epos lese kam mir die Frage ob Išta "die Gefiederte Göttin" von der somerischen Göttin Ištar abstammt, bzw inspiriert wurde.
Mir ist klar das rein namentlich ein zusammenhang deutlich zu sein scheint, aber die Charakteristika der beiden ist so grundlegend unterschiedlich das ich mir keinen Reim darauf machen kann.

Išta - "Gefiederte Göttin"
Lügt um ihre Ziele zu erreichen.
Spinnt intrigen.
Allgemein "böse".
Körper einer Schlange mit Flügeln und Schlangenhaar.

Ištar - somerische Göttin
Symbol für Sex und Krieg (passt auch auf Išta).
Wohlwollend, Gerecht.
Abgebildet als Löwe(!) (passt so gar nicht zu ihren auseinandersetzungen mit dem Löwenhäuptigen)

Habe als "gemeinsamkeit" noch die Himmlische Hochzeit gefunden, welche sowohl in Luwien als auch im alten Mesopotamien im Namen Išta/r 's durchgeführt wird. Hat bei beiden Ausführungen einen ähnlichen Ablauf und den gleichen Zweck (Fruchtbarkeitsritus)

Die eigentliche Frage ist nun: Wer kennt sich mit der Thematik gut aus und kann zwischen den beiden einen Zusammenhang finden, bzw hat Bernhard Hennen sich je dazu geäußert?

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Re: Išta und Ištar

Beitrag von Death of Fantasy » Mi 21. Sep 2016, 10:53

Ein wenig scheinst du bei der Gestalt Ištas zusammenzuwerfen.
Das Schlangenhaar (möglicherweise inspiriert von Medusa) ist das Markenzeichen der Sturmruferin, einer anderen Devanthar. Die gefiederte Schlange ist die Gottheit der Zapote und geht auf die gefiederte Schlange im Teich zurück (deren Ursprung wir ja auch alle kennen, aber ich will mal für Leute, die noch nicht alle Bücher gelesen haben, keine Spoiler bringen).
Išta trägt den Körper einer schönen Frau mit Flügeln, Muwatta würde sie ja gerne mal besteigen und sie weiß das. Irgendwann erwähnt sie es ihm gegenüber mal.
Als Allgemein 'böse' würde ich sie keinesfalls bezeichnen, sie ist sehr zielstrebig und tut alles, um ihre Ziele zu erreichen, selbst sich am Fest ihrem Bruder hingeben, damit er mit ihr machen kann, was er will. Das ist schon ziemlich hart, sich für sowas zu prostituieren.
Im letzten Drachenelfenbuch erfahren wir etwas mehr von ihr und sie mag vielleicht intrigant sein, aber sie ist auch weise. Vielleicht nicht so weise wie der Löwenhäuptige, aber sie ist keineswegs dumm.

Ich vermute sehr, dass sie von Ištar inspiriert ist, die ganzen Reiche sind ja davon inspiriert. Die Leute vom Seidenfluss zeigen deutlich chinesische Einflüsse, die Ischkuzaia mongolische Einflüsse. Die Zapote würde ich südamerikanisch einschätzen und die Drusnier germanisch/keltisch/insgesamt nordeuropäisch. Die großen Reiche Aram und Luwien sind nicht schwer anzusiedeln, alleine der Name 'Muwatta' verrät so viel.
Ob offiziell bestätigt wurde, dass Išta von Ištar inspiriert ist, kann ich nicht sagen, ich weiß aber, dass zumindest die Inspiration der Luwier mit 'Muwatta' und 'Labarna' bestätigt wurde.
Zuletzt geändert von Death of Fantasy am Do 22. Sep 2016, 09:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Išta und Ištar

Beitrag von Abonai » Mi 21. Sep 2016, 23:29

Oh, tut mir leid das ich die beiden zusammengeqorfen habe, hast natürlich recht, hab sie mir beim Lesen aber immer so vorgestellt :rolleyes . Danke für die schnelle Antwort.

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Re: Išta und Ištar

Beitrag von Death of Fantasy » Do 22. Sep 2016, 09:14

Kein Grund sich deswegen zu entschuldigen! Wenn du sie dir beim Lesen so vorgestellt hast, warum nicht? Schließlich ist sie eine Devanthar und kann aussehen, wie sie möchte.
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Re: Išta und Ištar

Beitrag von nachtatem » Di 27. Sep 2016, 15:12

Ich finde die Antwort ist recht einfach und verständlich auf Wikipedia formuliert:


Ištar (Sumerogramm: DINGIR INANNA dMÙŠ = akkadisch Ištar, sumerisch Inanna) war eine mesopotamische Planetengöttin und wurde unter anderem auch als Göttin des Krieges und des sexuellen Begehrens verehrt. Sie verkörperte den Planeten Venus und war die Tochter Sins und Schwester von Šamaš. Dietz-Otto Edzard hält sie für die hervorragendste, aber „wegen ihrer vielfältigen und vielschichtigen Gestalt am schwierigsten zu erfassende Göttin des sumerischen und akkadischen Pantheons“.[1] Für Rivkah Harris verkörpert Ištar zwei Quellen potentieller Unordnung und von Gewalt: Sex und Krieg.[2]

So habe ich sie auch in meinem Kopf : kriegerisch und sehr die Sexualität einsetzend. In den Überlieferungen heißt es das sie sich Verwandeln konnte unter anderen auch in einem Schakal :-) auch das tut sie sich Verwandeln.

Wohlwollend und Gerecht.Gerechtigkeit ist etwas vielschichtiges ,genauso wie Wohlwollen.Ich glaube im Krieg ist man eher nciht den Feiden gegenüber wohlwollend gesinnt....Muwatta gegenüber war sie sehr wohlwollend.Sie hat es bedauert ihn zu töten.Bei ihren anderen grausamen Kriegstätigkeiten(die im überigen früher als Anschreckung üblich waren) hatte ich eher das Gefühl das sie die Macht über das Leben genoss.
Letzt endlich wurde sie sehr verehrt,so das ich keinen Zweifel daran habe das Ista Istar ist :-)

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