Elfenkönigin - Silberlöwen?

Der dritte Trollkrieg zwischen Elfen und den Trollen erzählt in 'Elfenwinter', 'Elfenlicht' und 'Elfenkönigin'
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Gunnar
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Elfenkönigin - Silberlöwen?

Beitrag von Gunnar » Sa 24. Okt 2009, 14:35

Also im Buch Elfenkönigin schreibt Bernhard Hennen auf Seite 73 :" Sie würde wie eine in die Enge getriebene Silberlöwin kämpfen."

Das ist das erste mal das ich diesen Begriff (vorallem in einer seiner Bücher) lese( außer in der Elfenritter Trilogie) aber diese spielt ja erst sehr viel später.

Also entweder hat er sich da in der Zeitfolge vertam oder des ist eine Tierart die Ich noch nicht kenne.

Also was könnte es sein?
"Verstehen ohne Worte
Verschließen ohne Schlüssel
Vergeben ohne Gnade
Verlieben ohne Zeit"


Mondblütes 22. Gedicht

Das verstehe ich unter dem Sinn der Ritterlichkeit.

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Re: Elfenkönigin - Silberlöwen?

Beitrag von Mithras » Sa 24. Okt 2009, 14:46

Ein Silberlöwe ist nichts anderes als ein Puma.

Ich verstehe dein Problem trotzdem nicht so ganz: Warum sollte es Pumas also nicht schon gegeben haben, ehe ER spielt? Eine Tierart entwickelt sich ja nicht innerhalb eines Jahrtausends völlig neu. Muss sie vorher erwähnt worden sein, damit es sie zu diesem Zeitpunkt gegeben haben kann? Ganz sicher nicht! ;)

Wurde in "Elfenlicht" eigentlich von Silber- oder von Schneelöwen gesprochen?
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Re: Elfenkönigin - Silberlöwen?

Beitrag von eleborn » Sa 24. Okt 2009, 15:00

In Elfenlciht wurde von Schneelöwen gesprochen, da bin ich mir sicher. Skanga vergleicht nämlich Emerelle mit "einer in die Enge getriebene Schneelöwin", ausserdem kämpft Kadlin gegen eine Schneelöwen, die wohl im Fjordland und auch im Norden von Albenmark beheimatet sein dürften.
Lang lebe der Alben Mark!!!

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Re: Elfenkönigin - Silberlöwen?

Beitrag von Norgrimm » Sa 24. Okt 2009, 20:00

Auch wenn Silberlöwe ein anderer Name für Puma ist scheint mir dass doch eher ein Fehler zu sein, warum sollte Lambi, ein Fjordländer, ein Vergleich mit einem Silberlöwen/Puma machen. Da hätte ein Schneelöwe, Höhlenbar o.ä. gepasst, aber doch kein Puma, dessen Existenz einen Fjordländer wie Lambi wohl kaum bekannt ist.

Gruss
Norgrimm

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Re: Elfenkönigin - Silberlöwen?

Beitrag von Mithras » Sa 24. Okt 2009, 21:49

Warum sollten einem Fjordländer Pumas unbekannt sein? Nur weil diese Katzen in unserer Welt nur in Amerika vorkommen? Das ist kein Argument, gerade in einer Fantasywelt nicht, aber auch nicht biologisch, schließlich ist die nordamerikanische Fauna eng verwandt mit der eurasischen. Wäre von Beuteltieren die Rede, lässt sich darüber natürlich streiten, aber rein biologisch wäre das auch kein Argument, es sei denn, ihnen würden Plazentarier Konkurrenz machen, denn höhere Säuger haben Beuteltiere seit jeher verdrängt.

Über die Beringstraße hat stets ein Austausch zwischen den Kontinenten stattgefunden, weshalb sich überall ähnliche größere Säugetiere wie etwa Hirsche, Rehe, Füchse, Luchse, Bären, Wölfe, Biber, Otter, Vielfraße, Bisons (bzw. in Europa Wisents) und vereinzelt auch Großkatzen (der Jaguar ist ja über Nordamerika in den Süden gewandert). Während der Eiszeit lebten in Nord- und teilweise auch in Südamerika ebenfalls eurasische Arten wie Hyänen, Säbelzahnkatzen, Höhlenlöwen, Pferde und Mammuths. Auch der Puma oder zumindest einer seiner direkten Vorfahren stammt aus Eurasien und ist folglich noch eng verwandt mit unseren Katzen, auch wenn er streng genommen eine Kleinkatze ist. Es ist also aus biologischer Sicht durchaus möglich, dass Pumas im Fjordland leben, solange sie ihre ökologische Nische finden.

Wenn aber nicht von Silber-, sondern von Höhlenlöwen die Rede ist, hat sich die Diskussion sowieso erübrigt! ^^
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Re: Elfenkönigin - Silberlöwen?

Beitrag von Norgrimm » Sa 24. Okt 2009, 22:06

Ok, das Argument das in Fantasy alles möglich ist passt natürlich immer, aber Hennen baut ja doch eine eher realistische Fantasywelt auf.
Und zu den Pumas, ev. habe ich da ein falsches Bild von deren Lebensraum, ich dachte die Leben in warmen (ganzjährig) Gebieten. Irre ich mich da und leben Pumas in Regionen wie dem Fjördland bzw. können Pumas in solchen Regionen leben? Falls ja dann nehme ich alles zurück.
Und das andere ist, solche Vergleiche gab es ja auch schon bisher in den Büchern, und da ging es soweit ich mich erinnere mehr um typisch nordische Tiere, ein Silberlöwe war meines wissen noch nie zuvor in so einem Vergleich.
Schlussendlich wäre es auch ein leicht zu erklärender Fehler, schliesslich hat sich Hennen zuvor intensiv mit Silberlöwen, zwar menschlichen, auseinandergesetzt und gewisse parallelen zwischen Kadlin und Gishild sind ja auch da (natürlich nur oberflächlich), somit scheint mir so ein kleiner Fehler recht logisch erklärt.

Gruss
Norgrimm

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Re: Elfenkönigin - Silberlöwen?

Beitrag von Mithras » Sa 24. Okt 2009, 22:35

Das stimmt nur bedingt. Pumas leben zwar auch in den zentral- und südamerikanischen Regenwäldern, in tropischen und subtropischen Sümpfen usw., aber sie heißen nicht umsonst auch Berglöwen - und in den Bergen ist es in der Regel kalt. Sie sind ganz einfach extrem anpassungsfähig. Abgesehen davon kommen Pumas von Feuerland im äußersten Süden Südamerikas bis hinauf nach Alaska vor. Sie leben also auch in rauen Zonen. Gerade die Hochanden sind lebensfeindlich, weil es dort extrem kalt werden kann. Dem Realismus in seiner Fantasywelt steht das nicht entgegen.

Wenn Hennen einen Fehler gemacht hat, dann den, dass Riesenfaultiere nach heutigem Wissensstand einen Lebensraum wie die Slanga-Berge gemieden hätten, wobei eine Anpassung durchaus möglich gewesen wäre. Andererseits scheinen die Hornschildechsen ja Ceratopsier (Dinosaurier wie etwa Triceratops) zu sein, und deren Existenz ist nach irdischen maßstäben in einer derartigen Umwalt mehr als nur unwahrscheinlich...

Natürlich wäre es in sich logischer, wenn von Schneelöwen die Rede ist. Solche Tiere gab es ja während der Eiszeit wirklich in Europa, auch enn die korrekte Bezeichnung Höhlenlöwe ist. Aber rein biologisch gesehen spricht nichts gegen Pumas im Fjordland, gäbe es da nich Schneelöwen. Ich denke, die würden ihnen ganz ordentlich Konkurrenz machen.
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Re: Elfenkönigin - Silberlöwen?

Beitrag von Tinu » Mo 26. Okt 2009, 12:55

Ich grüße Euch,

Ich war eigentlich immer eher eine heimliche Mitleserin, habe aber nun beschlossen auch mitzuschreiben, da mir das Thema seit 2 Tagen quasi in den Fingern liegt.

Ich denke ihr geht die Frage von der falschen Seite an (Gebiet in dem die Art leben könnte, Artverbreitung, Biologie der Art des Silberlöwen).

Ich halte das Wort des "Silberlöwen" eher für ein lyrisches Stilelement der Verfremdung (auch sehr gerne von Bertholt Brecht angewandt). Ich möchte erklären:
Für den Leser, der breits alles über die Elfen, incl. Elfenritter gelesen hat ist "Silberlöwen" durchaus ein Begriff, denn dieser bezeichnet die Gruppierung um Gishild, Luc und Co. in der sie ihre Ausbildung zum Tjuredritter bestreiten. Warum genau sie sich selbst als Silberlöwen bezeichnen wird in der Elfenritter-Reihe erklärt.

Nun ist der Leser mit diesem Begriff vertraut. Er ließt in der Elfenkönigin, die wissendlich weit weit vor der geburt Gishilds und Lucs stehen. Emerelle wird in ihrer Darstellung mit einem Silberlöwen verglichen (z.B. anmutig, tapfer, ein gefährliches Tier, silberne Farbe gilt als dem Auge schmeichend, letztendlich: schön aber gefährlich) Ist ist zwar keine direkte Metapher, aber ein Vergleich, der nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist. Ähnlich eines Parsprototos (aber ich merke schon, das wird alles zu kompliziert :) )

Fazit ist: der *aufmerksame* Leser (der schon alle Teile kennt) erkennt quasi eine Art "Easter Egg" denn der Begriff "Silberlöwe" steht in diesem Satz in komplett anderen Zusammenhängen, wie in bereits bekannten Büchern. Durch diesen Effekt ruft man im Leser selbst ein Gefühl des Erinnerns (an die Szenen mit den "echten" Silberlöwen um Luc und Co.), vielleicht auch ein Grinsen, hervor. Für einen Leser, der sie Elfenritterteile nicht gelesen hat, spielt dies alles keine Rolle. Er ließt einfach und kann natürlich keine Besonderheiten erkennen.

Als kurzes Fazit: Der Begriff des Silberlöwen ist (m. M. nach) nicht als biologischer Artbegriff zu verstehen, sondern als stilistisches Element.

Offen bleibt natürlich ob das eher ein Zufall ist, oder ob Herr Hennen den Begriff bewusst benutz hat, als er das Kapitel verfasst hat :) Im schlimmsten Fall diskutieren wir hier viel und es war einfach nur ein Zufall ohne viele Gedanken dahinter.

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