Nuramon - Ein Elfenroman

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Tina
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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von Tina » Di 8. Okt 2013, 22:19

Also ich muss sagen die erste Leseprobe ist echt ÜBEL

Die ersten 40 Seiten sind sehr unpassend geschrieben.

Die Story ist 80 Jahre nach der Trennung Albenmarks angesiedelt, da finde ich es sehr schade, das nur sehr drastisch veränderte Namen und Orte verwendet werden. Zumal man eigentlich nichts von den Charakteren erfährt, keine Haarfarben, keine Augenfarben, keine Statur ??? Die Orte.... welche Landschaft ist dort vorherrschend? Klima? Diese Details die einen guten Roman ausmachen fehlen in den ersten 40 Seiten völlig.

Mein erster Eindruck ist der eines zweitklassigen Romans.

Was mich am meisten stört, das es offenbar 80! Jahre nach der versuchten Eroberung der Ordensritter von Albenmark inzwischen ein Privileg ist ein Albenkind im Gefolge zu haben, ein Geschöpf das einige Jahrzehnte vorher bis zum Tod bekämpft wurde. Wo sind denn die Ordensritter?

Ich hoffe die gesamte Geschichte fügt sich noch ein wenig besser in die bereits vorhandene Geschichte ein.

Klar, ich weiß was einige von euch sagen werden, diese Geschichte spielt in einem Teil der Welt, die nie von den Ordensrittern beherrscht wurde, aber das ist leider nicht das was ICH erwartet habe.


Von der Leseprobe bin ich erst mal sehr enttäuscht und kann nur hoffen das die Charaktere und Orte noch mehr tiefe bekommen.
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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von Thingol » Di 8. Okt 2013, 22:27

@Tina: Kann ich leider nur zustimmen!
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Mithras
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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von Mithras » Di 8. Okt 2013, 23:29

Ganz ehrlich: Mich ärgert das. Und das, obwohl ich die Leseprobe noch nicht gelesen habe. Hennen hat immer betont, dass er das Ende genau so gut findet, wie es ist, und dass es erst dieser bittersüße Beigeschmack sei, der es so besonders macht. Ich habe ihm bei jeder Begegnung bestätigt, dass ich seine Ansicht teile (das war ebenso obligatorisch wie die Frage nach dem momentanen Stand der Gezeitenwelt) - irgendwer musste es ja tun, da im Imternet die enttäuschten Stimmen ganz klar überwiegen. Und dann, letztes oder vorletztes Jahr auf dem BuchCon in Dreieich, rudert er zurück, sagt mit ironisch-schuldbewussten Tonfall, dass es ein Fehler gewesen sei, das Buch so enden zu lassen. Ernst gemeint hat er es ganz sicher nicht, aber da Nuramon Sullivans Charakter ist, konnte er darüber nicht entscheiden, und natürlich steht er hinter der Entscheidung eines Freundes.

Ich find's jedenfalls nicht gut. Das Ende war gut, wie es war. Als Autor sollte man zu seinen Entscheidungen stehen, auch wenn sie vielen Fans nicht passen, und ihren Rufen nach einem Friede-Freude-Eierkuchen-Ende nicht nachgeben. Gerade das macht Bücher wie etwa Das Lied von Eis und Feuer in meinen Augen ja so gut.
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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von Thingol » Di 8. Okt 2013, 23:54

Hinter der Entstehung des Buches stehen sicher auch Verlagsinteressen möglichst viel Profit damit zu machen.
Das finde ich sehr schade, da auch ich mit dem Ende von Die Elfen mehr als zufrieden war. Wobei ich dann schon gerne wüsste inwieweit Bernhard Hennen in die Entstehung und die atmosphärische Einpassung in den bisherigen Zyklus beteiligt war. Was bisher aus dem Buch zu lesen war - so es denn sein musste - stimmt einen sehr unzufrieden.
@Mithras: Ich stimme zu, dass "Friede-Freude-Eierkuchen-Ende" überhaupt ganz und gar nicht ansprechend sind. Ich kann leider keinen Vergleich mit Das Lied von Eis und Feuer nicht ziehen, da ich die Bücher weder bisher gelesen noch gesehen habe. Die eingedeutschten Übersetzungen haben mich noch nicht zum kaufen animieren können. Denn auch hier versucht man möglichst viele Bücher aus einem Buch zu machen und Profit herauszuschlagen. Sicher ist der Konkurrenzkampf auf dem Buchmarkt groß und da is Masse besser als Klasse.
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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von nachtatem » Mi 9. Okt 2013, 12:19

auch ich bin von der ersten Leseprobe völlig entäuscht,es ließ sich schwer lesen,und ich fand es verwirrend.Das Buch steigt im völlig anderen Stiel in einer Geschichte an der ich Schwierigkeiten hatte zu folgen.Ich habe die detailierten Beschreibungen vermisst_Nuramons Kampfstiel fand ich befremdlich-irgentwie wirkt alles wie zusammengepresst.
Das es im allgemeinen eine eigenständige Geschichte über Nuramon gibt finde ich gut-denn ich empfand das Ende als sehr unbefriedigend.Auch das diese Geschichte sich von der der Elfen trennt finde ich gut-allerdings fehlen mir die 80 Jahre,ein wenig mittrauern,eine Art Ausklang.Sind die Turjedorden weit fort?Was ist aus dem Fjord geworden-Nuramon hat da lange Zeit verbracht,ist nichts geblieben?Wo sind wir überhaupt,als hätt mich das Buch an einem verwirrenden Ort mit verwirrdenden Namen ausgespuckt der in einer verwirrdenden Geschichte spielt.Ich hoffe das wird noch.....
lg

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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von Weltenwanderer » Mi 9. Okt 2013, 12:35

Gegen einen anderen Schreibstil hab ich grundlegend nichts, auch nicht, dass es noch ein Buch über Nuramon gibt ;)

Jedoch ist das Buch auch etwas unter meiner Erwartungen.. wenigstens bin ich mit der Meinung nicht ganz alleine.
Es fehlt einfach der Bezug zu der bekannten Elfen- und Menschenwelt. Es könnte genauso gut in einer anderen Welt spielen, Niemand würde der Unterschied bemerken. Zudem, wie schon oben erwähnt wurde, fehlen ganz einfach die Beschreibungen der Charakteren, Landschaften und Kulturen. Ich kann mir mehr schlecht als recht vorstellen, wie der Kontinent aufgebaut ist.. aber vielleicht ändert sich das ja noch - hoffe ich
Schaut einmal im Elfen-Wiki vorbei, wir freuen uns über jeden Besuch :)

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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von Eisfeder » Mi 9. Okt 2013, 16:13

Ich hatte von Anfang an vor, das Buch wahrscheinlich nicht zu lesen, weil das Ende von Die Elfen so perfekt war wie es war. Nach der Leseprobe fühle ich mich bestätigt. :D
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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von Mithras » Mi 9. Okt 2013, 19:10

Thingol hat geschrieben:Hinter der Entstehung des Buches stehen sicher auch Verlagsinteressen möglichst viel Profit damit zu machen.
Das vermute ich auch. James Sullivan hat bislang sehr wenig veröffentlicht - nur Die Elfen und Die letzten Steinmagier (oder so ähnlich), wenn ich mich nicht irre. Ich kann mir gut vorstellen, dass es ihn da in den Fingern juckt, zumal ein solches Buch offenbar auf fruchtbaren Boden fallen würde. Das sieht der Verlag sicher ähnlich...

Nachdem ich erfahren habe, dass Sullivan die Kapitel aus der Sicht von Nuramon und Noroelle geschrieben hat, habe ich beim zweiten Lesen von Die Elfen besonders darauf geachtet. Ich empfand Sullivans Schreibstil als deutlich schwächer. Weniger pointiert, weniger bildhaft, recht oberflächlich. Nuramon mochte ich zunehmend weniger, weil er sich nur durch die Tragik seiner Situation definiert und ansonsten keine emotionale Tiefe aufweist. Das einzige, das ihm etwas Tiefe verliehen hat, war das Ende.
Deshalb stand ich einer Fortsetzung seiner Geschichte immer skeptisch gegenüber. In meinen Augen konnte das nur in die Hose gehen, und wenn ich mir eure Kommentare dazu durchlese, scheinen sich meine Prognosen bewahrheitet zu haben.
Thingol hat geschrieben:Ich kann leider keinen Vergleich mit Das Lied von Eis und Feuer nicht ziehen, da ich die Bücher weder bisher gelesen noch gesehen habe. Die eingedeutschten Übersetzungen haben mich noch nicht zum kaufen animieren können.
Ich habe die Bücher auf Deutsch (in der alten Fassung) und auf Englisch gelesen und kann dir bestätigen, dass Martin im Original nicht allzu schwer zu lesen ist. Auch für jemanden, der nur wenige Erfahrungen mit englischen Büchern hat, so wie ich damals! ;-) Man muss bei ihm zwar genau aufpassen und zwischen den Zeilen lesen, aber das muss man in der Übersetzung natürlich ebenso. Einen Versuch ist es definitiv wert!
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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von Thingol » Mi 9. Okt 2013, 19:25

Das Englisch ist glaub ich gar nicht das Hindernis. Ich hab in letzter Zeit viel englische Fachliteratur lesen müssen. Nach der guten Empfehlung werd ich mich wohl doch mal mit Martin's Werken nach und nach auseinander setzen.
Mithras hat geschrieben:Nachdem ich erfahren habe, dass Sullivan die Kapitel aus der Sicht von Nuramon und Noroelle geschrieben hat, habe ich beim zweiten Lesen von Die Elfen besonders darauf geachtet. Ich empfand Sullivans Schreibstil als deutlich schwächer. Weniger pointiert, weniger bildhaft, recht oberflächlich. Nuramon mochte ich zunehmend weniger, weil er sich nur durch die Tragik seiner Situation definiert und ansonsten keine emotionale Tiefe aufweist. Das einzige, das ihm etwas Tiefe verliehen hat, war das Ende.
Deshalb stand ich einer Fortsetzung seiner Geschichte immer skeptisch gegenüber. In meinen Augen konnte das nur in die Hose gehen, und wenn ich mir eure Kommentare dazu durchlese, scheinen sich meine Prognosen bewahrheitet zu haben.
Das ist mir auch aufgefallen. Aber bei Die Elfen wurden durch die gemeinsame Arbeit sicher einige Schnitzer vom sprachlichen korrigiert. Bei Nuramon frage ich mich wie gut wurde das Exposé auf Herz und Nieren getestet wurde und sind die Lektoren (wenn nicht sogar in Teilen BH etwas davon zu Lesen bekommen hat) so oberflächlich mit dem Manuskript umgegangen??
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Re: Nuramon - Ein Elfenroman

Beitrag von EmerelleFan » Mi 9. Okt 2013, 21:12

Ich habe die Leseprobe bis jetzt nicht komplett gelesen. Bis jetzt konnte sie mich auch nicht so überzeugen.
Als ich "Die Elfen" gelesen habe, fand ich es erst schon schade, dass es einfach so geendet hat ohne zu wissen, wie es mit Nuramon weitergeht. Aber ich habe mich damit abgefunden. Und wenn dann hätte ich gerne gelesen, was Nuramon direkt danach tut und fühlt und nicht zig Jahre später.


Zum Lied von Eis und Feuer:
Mithras hat geschrieben:
Thingol hat geschrieben:Ich kann leider keinen Vergleich mit Das Lied von Eis und Feuer nicht ziehen, da ich die Bücher weder bisher gelesen noch gesehen habe. Die eingedeutschten Übersetzungen haben mich noch nicht zum kaufen animieren können.
Ich habe die Bücher auf Deutsch (in der alten Fassung) und auf Englisch gelesen und kann dir bestätigen, dass Martin im Original nicht allzu schwer zu lesen ist. Auch für jemanden, der nur wenige Erfahrungen mit englischen Büchern hat, so wie ich damals! ;-) Man muss bei ihm zwar genau aufpassen und zwischen den Zeilen lesen, aber das muss man in der Übersetzung natürlich ebenso. Einen Versuch ist es definitiv wert!
Ich hatte überlegt die Bücher auf Englisch zu lesen. Vor allem, da sie da auch deutlich günstiger sind (was sich aber auch in der Qualität bemerkbar macht). Nach einer Leseprobe hab ich aber eher zur deutschen Übersetzung tendiert. Eben weil man viel zwischen den Zeilen lesen muss und ich alle Details verstehen wollte, was schwierig ist, wenn immer wieder Wörter vorkommen, die man nicht versteht. Außerdem hab ich gemerkt, dass mir das Mittelaltervokabular fehlt :D wobei sich das wahrscheinlich schnell gegeben hätte.
Den Ausschlag für Übersetzung gab dann die deutlich angenehmere Qualität der Bücher mit der hübschen Klappkarte im Umschlag.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ich die Reihe auch mal noch auf Englisch lese (aber wenn dann als E-Book). Ich fand die Sprache von GRRM schon sehr schön.
Ich finde die Übersetzung der Namen in der neuen Fassung übrigens nicht schlimm, wenn man es nicht anders kennt. Zumal es in der Serie auch so ist. Nur die Anpassung einiger Namen ist wirklich unnötig und irritierend, wenn man Diskussionen auf Englisch oder von Leuten, die die alte Fassung gelesen haben, liest.
Ich finde übrigens auch die Teilung der deutschen Bücher sinnvoll. Ein Buch von 1000-1600 Seiten ist schon ziemlich unhandlich. Oder man müsste so schrecklich dünne Seite wie im Englischen verwenden.

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