Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

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_Ami_

Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von _Ami_ » Do 21. Feb 2013, 14:36

Hallo erstmal :)

Ich schreibe derzeit an einer Hausarbeit für Neuere Deutsche Literatur (bin Studentin) zu der Frage, warum Bernhard Hennens Elfenromane so beliebt und erfolgreich sind. Dazu wüsste ich gerne aus erster Hand, was andere an ihnen mögen. Es wäre toll, wenn ihr mir helfen würdet! Und reißt mir bitte nicht den Kopf ab, wenn es so eine Frage schon einmal gab; wie ich gesehen habe, wurde zu dem Thema lange nichts mehr in einem entsprechenden Thread geschrieben und ich hätte gern "neue" Meinungen, nachdem die Reihe inzwischen weitergeführt wurde.
Danke im vorraus für alle Antworten!

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Re: Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von Sepia » Do 21. Feb 2013, 16:39

also.. ich mag seine Romane weil sie einfach so komplex sind. Die Welt ist total super ausgearbeitet, alles durchdacht, sie wird super beschrieben, in den Büchern selbst immer wieder, aber nicht so, dass man sich bei den Beschreibungen langweilt, sondern einfach.. interessant, sodass man sich alles vorstellen kann und so.
Auch die Charaktere sind toll ausgearbeitet, man kann sich mit ihnen identifizieren, sich in sie hineinversetzen, mit ihnen leiden, lieben, hassen, und so weiter. Man kann sich auch Lieblingscharaktere und Hasscharaktere suchen und das tolle finde ich, dass sie nicht bei jedem gleich sind. Es sind wenige Klischees da, viele Überraschung, aber doch so gut wie alles in sich stimmig, das Gesamtkonzept passt einfach super, es sind neue Ideen verarbeitet worden, neue Wesen.
Also, nochmal kurz: tolle Story (nachvollziehbar, mit neuen, guten Ideen, unvorhersehbar oft), schöne Welt und liebevoll ausgearbeitete Charaktere.
Ich hoffe das hilft dir bei deiner Arbeit ;)
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Re: Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von Tina » Do 21. Feb 2013, 19:01

Ich mag an Hennens Elfenromanen:

- Die verwaschenen Grenzen zwischen gut und böse, man kann meistens die Beweggründe beider Parteien nachvollziehen. (Vor allem beim Krieg derTrolle gegen Elfen wird dies sehr deutlich)
- Natürlich wie Sepia auch die tollen Charaktere und die gut ausgearbeiteten Welten
- Die unvorhersehbaren Wendungen der Geschichte
- Die gut durchdachte Geschichte allgemein, die sich über soooooo viele Jahrhunderte erstreckt und es doch kaum Fehler in der Geschichte gibt.
- Den Humor der Figuren, (Mandred, Lambi)
- Die Dramatik mancher Figuren (Ollowain, Nuramon, Gonvalon)
- Natürlich die Details man bedenke das es über 600 Charaktären, über 250 Schauplätzen und mehr als 300 andere Dinge gibt, die erwähnenswert sind.
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Re: Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von Weltenwanderer » Fr 22. Feb 2013, 07:55

Wieso sie so erfolgreich sind? Er hat die Bücher gut vermarktet. Es gibt sie in fast jedem Bücherladen, ein Leser der Fantasy stösst zwangsweise auf die Bücher.

Aber natürlich sind sie auch gut geschrieben, besitzt eine komplexe Handlung und interessante Charakteren. Ich mag es besonders wenn eine Geschichte sich über eine so lange Zeit dem Weltgeschehen widmet und nicht nur ein kleiner Teil aus dem. Drachenelfen finde ich daher nicht ganz so gut.
Die priese Humor, die Hennen einmischt, fördert die Geschichte natürlich auch :)
Schaut einmal im Elfen-Wiki vorbei, wir freuen uns über jeden Besuch :)

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Re: Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von _Ami_ » Mi 27. Feb 2013, 12:56

Das vermarkten spielt natürlich auch eine Rolle. Aber theoretisch könnte ein Buch vom Verlag gut vermarktet werden und trotzdem schnell unbeliebt werden, weil es langweilig/schlecht geschrieben/... ist ;). Ich habe gestern ein interessantes Buch dazu gelesen, in dem es um Gewalt in Fantasy geht. Es gab da einige Theorien, warum in Fantasy (laut Autorin) immer(!) Gewalt vorkommt. Lest ihr allgemein nur oder überwiegend Bücher, in denen relativ viel bis viel physische Gewalt vorkommt oder auch gerne mal was anderes? Und ist das dann eher gewaltfrei oder kommt dort stattdessen viel psychische Gewalt vor?

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Re: Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von Sepia » Mi 27. Feb 2013, 14:19

also, für mich gehört zu Fantasy Romanen nicht zwangsweise Gewalt, egal in welcher Form. Meistens kommt Gewalt allerdings vor, das stimmt, aber.. in welchen Büchern geht es nicht um Konflikte? Ohne Konflikte, die halt dann oft mit Gewalt in welcher Form auch immer gelöst werden, wären die meisten Bücher doch langweilig. Über was sollte man denn schreiben, wenn alles gut ist, da würde man ja dann keine Geschichte haben.
Bitte nicht falsch verstehen, ich sage keineswegs, dass Gewalt zu jedem Buch dazu gehört, aber oft lässt sie sich halt allein aufgrund der dahinter stehenden Idee für die Handlung nicht vermeiden.
Aber ich schau nicht drauf, ob Gewalt in den Büchern eine große Rolle spielt oder nicht, wenn ich sie kaufe und lese. Deswegen kann ich jetzt auch gar nicht sagen, ob ich viele mit Gewalt lese oder mehr ohne etc. Mir geht es nur um die Geschichte die dahinter steckt. Mit welchen Mitteln die dann erzählt wird.. wenn es so geschrieben ist, dass es mir gefällt, dann macht mir Gewalt auch nichts aus. In einem gewissen Rahmen. Aber es muss nicht unnötig brutal sein.
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Re: Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von nachtatem » Do 28. Feb 2013, 13:11

Nun ja es gibt viele Kriegsszenen in den Geschichten.Aber bei mir geht es weniger um die Gewalt dabei,sondern um die kleinen Dinge ,wie um den Bauern,der als Held in den Krieg ziehen wollte,und ein Held war,und keiner wußte es.Um die einzelden Geschichten die mich berühren in mitten der Trostlosigkeit.
Und was gibt es trostloseres als einen Krieg...
In den Elfenroman finde ich es erschreckent realistisch beschrieben,wie Kriege aussehen,und wie brutal manch Lebewesen sein kann.und ich finde Herr Hennen versteht es fantastisch das man mit den einzelden Carakteren mitleiden mitweinen und einen kleinen Erfolg mitfühlen kann.Und zeigt es,das man sich vieles erkämpfen mußte,in früherern Zeiten,was heute selbstverständlich ist.So waren Bauern bereit für ein Stück Land zu kämpfen ,und mit dieser Aussicht über sich hinaus zu wachsen.
Vielleicht ist es aber auch die Lust am Abenteuer,in die man sich hineinlesen kann,etwas Böses das bekämpft und besiegt wird....Ich denke auch das das von Leser zu Leser unterschitlich.
Ich mags gern abenteuerlich,mit viel Drama und Herzschmerz,in einer Zeit die nicht grade jetzt ist und eine Geschichte in der ich mich voll und ganz reinversetzten kann.Alles das finde ich in den Elfenbüchern.
Darum haben sie für mich hohen Suchtpotential :lol:
lg

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Re: Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von Eisfeder » Do 28. Feb 2013, 14:11

Darf ich die Frage mit einem Zitat beantworten? 8-)

"The best fantasy is written in the language of dreams. It is alive as dreams are alive, more real than real ... for a moment at least ... that long magic moment before we wake.

Fantasy is silver and scarlet, indigo and azure, obsidian veined with gold and lapis lazuli. Reality is plywood and plastic, done up in mud brown and olive drab. Fantasy tastes of habaneros and honey, cinnamon and cloves, rare red meat and wines as sweet as summer. Reality is beans and tofu, and ashes at the end. Reality is the strip malls of Burbank, the smokestacks of Cleveland, a parking garage in Newark. Fantasy is the towers of Minas Tirith, the ancient stones of Gormenghast, the halls of Camelot. Fantasy flies on the wings of Icarus, reality on Southwest Airlines. Why do our dreams become so much smaller when they finally come true?
We read fantasy to find the colors again, I think. To taste strong spices and hear the songs the sirens sang. There is something old and true in fantasy that speaks to something deep within us, to the child who dreamt that one day he would hunt the forests of the night, and feast beneath the hollow hills, and find a love to last forever somewhere south of Oz and north of Shangri-La.

They can keep their heaven. When I die, I'd sooner go to middle Earth.
"
- George R. R. Martin

Das fasst es für mich persönlich ziemlich gut zusammen. :D
'How's the book?' - 'Lot of boring rubbish. Full of wise Magi, stern knights with mighty swords and ladies with mightier bosoms. Magic, violence and romance in equal measure. Utter shit.' - Joe Abercrombie, The Blade Itself

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Re: Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von Lanelia » Do 28. Feb 2013, 16:10

Für mich ist zu lesen einer der wenigen Wege dem eintönigen, stressigen und langweiligen Alltag zu entfliehen. Um das zu schaffen, muss mich ein Buch einfach fesseln und das - muss ich leider sagen - gibt es nicht oft. Aber Herr Hennen schafft es absolut. Es ist einerseits einfach die fesselnde und dramatische Story, andererseits aber auch einfach dieses altertümliche und mystische an seinen Welten. Auch wenn alles nicht echt ist, gibt es mir ein guten Gefühl, wenigstens von jemandem zu lesen, der für seine Ziele und seine Überzeugungen kämpft.

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Re: Hausarbeit: Was macht die Elfenromane so beliebt?

Beitrag von Abiane » Fr 1. Mär 2013, 23:19

Ich hab ursprünglich nur "Die Elfen" in die Hand genommen, weil mich Tolkiens Elben immer schon fasziniert haben und ich wissen wollte, ob das da ein gutes Buch sein könnte. Und ich bin nicht entäuscht worden :D .
Bernhard Hennens Romane erzählen eine spannende und fesselnde Story, die auf mMn extrem gut und fundiert recherierten historischen Fakten basiert, was ich allein schon schön finde. Aber es gibt bei ihm kein "gut" und "böse" aus Prinzip, vielmehr handeln die Charaktere (nachvollziehbar) nach ihrem jeweiligen Wesen und Wissen, was dann eben mal gute oder schlechte Auswirkungen hat. Wie im echten Leben eben :D .
Und seinen Schreibstil mag ich einfach, genau wie Sepia auch schon gesagt hat: ausführlich, dicht, mit viel Atmosphäre, aber dabei nie langatmig oder langweilig (wie Karl May oder noch schlimmer: Adalbert Stifter *brrrr* :D).
Ich könnte noch ewig weiterschwärmen, aber eigentlich ist das meiste ja eh von anderen schon gesagt worden :D .

LG und *daumendrück* für deine Hausarbeit,
Abiane

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