Stirbt die Fantasy?

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Stirbt die Fantasy?

Ja!
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10%
Nein!
30
75%
Solange es foren wie dieses gibt Nicht
5
13%
ungewiss
1
3%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 40

Ganda
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von Ganda » Mi 1. Sep 2010, 19:28

Ich glaube langsam, ich bin auf der falschen Schule (oder auf der richtigen, hängt vom Blickwinkel ab), in meiner ehemaligen Klasse hat eigentlich die Hälfte der Klasse Fantasy gelesen. Die andere Hälfte bestand dann aus den Fraktionen "Bäh...Buchstaben...Wörter...Sätze...NEIN!" :D oder Fantasy ist unrealistisch. Manche lesen sogar im Unterricht Fantasybücher. Naja...gehört auch zur Bildung.

Wenn sowieso wieder mehr lesen, und Fantasy auch wieder beliebter wird, sollten wir uns doch keine Sorgen machen, oder? Ganz wird Fantasy nicht sterben, solange es Leute wie uns gibt.
Ein Grund, warum viele nicht mehr lesen, ist ja nicht, weil sie keine Lust dazu haben. Vielmehr haben sie keine Zeit. Die Jugend von heute...immer in Bewegung, immer etwas zutun. Hörbücher bieten sich da einfach an.
Es kann die Ehre dieser Welt,
Dir keine Ehre geben,
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
Muss in dir selber leben.

(Auszug aus Ehre von Theodor Fontane)

Mithras
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von Mithras » Do 2. Sep 2010, 14:01

Tiranu_1995 hat geschrieben:Die daten habe ich von der Frage/antwort seite http://www.Cosmiq.com nachdem ich die frage gestellt habe , sind 40 antworten innerhalb von 10 minuten gekommen ich habe diese leider schon geschlossen sonnst hätte ich dir den link zur statistik geshcickt

und ich meine in meiner gesamten schule ist das einizgste was gelesesen wird an fantasy : Twillight

sonnst nur sowas mit herzschmerz usw :D

Vor 2 jahren haben noch sehr viele meiner mitschüler und mitschülerrinnin fantasy gelesen und naja nun binn ich übrig :D
Du weißt aber schon, dass diese Umfrage und deine Erfahrungen nich repräsentativ sind, oder? ;)

Letztes Jahr auf dem BuchCon in Dreieich ging es unter anderem um die Frage, wie sich der Fantasy-Hype weiterentwickeln wird. Kai Mayer vertrat die These, der Boom werde implodieren und nur die Besten Autoren übrig lassen. Für mich persönlich wäre das nicht schlimm, wenn man bedenkt, wie stark die aktuellen Trends wirklich innovativen Fantasygeschichte in den Hintergrund drängen. Man denke an die Gezeitenwelt, das wohl faszinierendste aller deutschen Fantasyprojekte, das zeitgleich mit dem Aufkommen der Romane um Tolkiens Völker in der Versenkung verschwand. Immerhin hat Hennen einige Ideen in seine Romanreihe um besagte Völker retten und sie auf diese Weise leichter unter die neue Leserschaft bringen können, aber gemessen an der Gezeitenwelt ist der Elfenzyklus eben noch ein Kind. Nun flaut der Boom um Zwerge, Orks, Elfen und Co. allmählich ab, aber sogleich drängen Vampirgeschichten in die entstandene Lücke.

Sicher gibt es da auch ein paar gute Romane (Hennens Elfenreihe ist sicher eines der besten Beispiele), aber viele Autoren springen einfach auf den Zug auf und schaffen es, mit qualitativ wenig überzeugenden Romanen beachtliche Erfolge zu erzielen. Wenn ich dann auf Amazon-Rezensionen lesen, die Heitz' Zwergenreihe als ein Muss für jeden Fantasyfan anpreisen, kommt mir die Galle hoch, denn Fantasy ist definitiv mehr. Für den Einstieg eignen sich diese Bücher sicher gut, aber wirklich innovative Fantasy sieht meiner Meinung nach anders aus: Gezeitenwelt, Das Lied von Eis und Feuer, Der Krieg der Propheten, Das Spiel der Götter, Scheibenwelt usw., um nur ein paar Beispiele zu nennen. Diese Reihen sind vielleicht in den Regalen der Buchhandlungen nicht so präsent wie All Age-Romane, Tolkien-Epigonen und Vampirbücher, doch letztlich werden sie das Rückgrat der Fantasyliteratur bilden, wenn der jeweils aktuelle Trend auslaufen wird. Derartige Bücher werden immer Erfolg haben, weil sie keinen ausgetretenen Pfaden folgen. Daher bin ich unbesorgt, dass die Fantasyliteratur weiterleben wird, auch wenn der Hype implodieren sollte (wogegen ich nicht einmal etwas hätte, weil dann die genannten innovativen REihen - allen voran die Gezeitenwelt - wieder größere Erfolgsaussichten haben werden).
Zuletzt geändert von Mithras am Do 2. Sep 2010, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Tiranu_1995
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von Tiranu_1995 » Do 2. Sep 2010, 14:02

Die meisten die ich kenne ... hahah hörbücher :D nee nee da steckt das wort bücher drinnen

ihr kennt ja vielleicht die community-page Schuelervz.net ... beinahe jeder meiner freunde hat da unter der wobrik (wenn mand as so schreibt ) lieblingsbücher stehen : bücher .. was ist das kann man das essen??? -.- voll kindisch :D
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von ollowain3 » Do 2. Sep 2010, 20:02

Mithras: Wie kannst du sagen, das beispielsweise Die Zwerge keine richtige Fantasy ist? Die Welt ist auf jeden ziemlich gut aufgebaut (sogar fast so gut wie in die Elfen), die Charaktere sind nach dem typischen Prinzip der Helden-Fantasy aufgebaut und die Spannung flaut während allen vier Büchern nicht ab. Natürlich kann man es nicht mit z.B.: Tolkiens HdR-Universum vergleichen, aber Fantasybücher müssen ja nicht immer viele Teile haben und bis ins kleinste Detail ausgebaut sein.

Ich muss dir leider Recht geben, dass viele Autoran sich der Vampier - Ära einfach anschließen und dabei nichts gutes rauskommt, aber das kennen wir ja auch schon von Büchern wie: die Dämonen, Die Goblins usw... , die sich dem derzeitigem Trend anschließen. Aber sowas wirds wohl immer geben und wenn diese Bücher dann auch gekauft werden, trägt das trotzdem zum Überleben der Fantasy bei.
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von Mithras » Do 2. Sep 2010, 20:25

ollowain3 hat geschrieben:Mithras: Wie kannst du sagen, das beispielsweise Die Zwerge keine richtige Fantasy ist? Die Welt ist auf jeden ziemlich gut aufgebaut (sogar fast so gut wie in die Elfen), die Charaktere sind nach dem typischen Prinzip der Helden-Fantasy aufgebaut und die Spannung flaut während allen vier Büchern nicht ab. Natürlich kann man es nicht mit z.B.: Tolkiens HdR-Universum vergleichen, aber Fantasybücher müssen ja nicht immer viele Teile haben und bis ins kleinste Detail ausgebaut sein.
Ich habe nicht behauptet, dass Heitz' Zwergenreihe keine richtige Fantasy sei. Ich habe mich dagegen gewandt, Fantasy auf derlei Romane zu beschränken, denn das Genre ist viel weiter gefächert als es uns die Werbebranche vorgaukelt. Diese Bücher mögen erfolgreich sein - mein Fall sind sie aber nicht (Hennens Elfenreihe kaufe ich mir übrigens nicht wegen des Titelvolkes, sondern wegen seiner tiefgründigen und gut durchdachten Welt).
Ein Muss also für jeden Fantasyfan? Definitiv nicht, denn es gibt zahlreiche weitere Unterkategorien der Fantasyliteratur, die ebenfalls ihre feste Leserschaft haben, aber eben weniger präsent sind. Wer sich als Fan von Guy G. Kay, George R. R. Martin, Steven Erikson, Terry Pratchett oder R. Scott Bakker bezeichnet, um nur ein paar Namen zu nennen, der wird an der oben genannten Art von Fantasy kein allzu großes Interesse haben, also ist es vermessen zu behaupten, solche Bücher seien ein Muss. Das zeugt von Unkenntnis der übrigen Unterkategorien. Das stört mich, denn so wird uns vorgegaukelt, es gäbe nur eine Art von Fantasy. Das ist nicht der Fall.
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von ollowain3 » Do 2. Sep 2010, 20:32

ich versteh was du meinst, aber als Fantasy Fan sollte man zumindest ein Buch jeder Unterkategorie gelesen haben, und da bietet sich die Zwergen - Reihe eben an, da es meiner Meinung nach die beste Völkerbezogene Reihe ist (wobei ich die elfen da nicht mit einbeziehe, da das ja eher unter die Kategorie Epos fällt und nicht hauptsächlich aus der Sicht von Elfen erzählt wird)
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von Mithras » Fr 3. Sep 2010, 12:13

Man muss nicht unbedingt konkret völkerbezogene Romane lesen, wenn man sich dieser Art von Fantasy widmen will. Auch in anderen Büchern können Zwerge, Elfen oder Orks eine Rolle spielen, ohne dass der Fokus auf ihnen liegt. Völkerromane halte ich daher keineswegs für verpflichtend.

Ich stimme dir soweit zu, dass man diese Romane nicht pauschal abtun kann, ohne einen Eindruck von ihnen gewonnen zu haben. Manchmal blitzen echte Rohdiamanten unter ihnen hervor, aber Heitz' Zwergenromane würde ich nicht als solche bezeichnen. Nach eigenen Angaben hat er sie nur aus kommerziellen Gründen geschrieben und folglich so konzipiert, dass sie möglichst vielen Leuten zusagen. Und klassische Fantasy verkauft sich eben noch mit am besten, weil das Erfolgsrezept bekannt ist. Die Romane sind daher nicht gerade das, was ich als kreative und innovative Fantasy bezeichnen würde, so dass ich das Gefühl hatte, das alles irgendwo schon einmal gelesen oder gesehen zu haben.

Man muss nicht in allen Unterkategorien der Fantasyliteratur bewandert sein. Animal-, Vampir- und Urban Fantasy interessieren mich zum Beispiel gar nicht, aber ich werde mich hüten, einen Pauschalurteil zu fällen, zumal ich kein Buch aus dieser Kategorie gelesen habe und es auch nicht zu tun gedenke. Man muss anderen Lesern ihren Spaß lassen, ohne ihre bevorzugten Bücher lesen zu müssen.


Doch zurück zum Ausgangsthema: Einige Unterkategorien der Fantasyliteratur werden verschwinden oder doch zumindest in den Hintergrund treten. Es ist so wie mit jedem Trend, jedem Hype: Er läuft einige Zeit lang gut, dann flaut er ab und irgendwann interessieren sich nur noch wenige Leser dafür. Dafür kommt etwas Neues nach, das es in dieser Form vielleicht noch nie gegeben hat und das noch mehr Menschen begeistert. Dann wird der Markt mit Büchern überschwemmt, die sich den Boom zunutze machen wollen, und irgendwann werden auch sie in der versenkung verschwinden. Dass einige Unterkategorien - möglicherweise gerade die bekanntesten und meistvertretenen - verschwinden werden, ist ganz logisch, aber wenn Völker- und Vampirromane nicht mehr gelesen werden, bedeutet das noch lange nicht, dass die Fantasy ausstirbt, denn Fantasy ist mehr.
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von Tiranu_1995 » Fr 3. Sep 2010, 22:26

Wow ich komm mir wenn ich lese wie ihr schriebt immer so blöd vor :D ihr mit euren supper passenden fachbegriffen und ich mit worten wie suppa -.- :D

Also das die fantasy nicht stirbt wurde bewiesen aber schrumpfen tut sie nachd er vampir era ganz bestimmt .. wenn nicht um einen großen %teil dann um einen kleinen weil dann viele mädchen aufhören werden sowas zu lesen ^^

nur eine teorie aber ich halte diese vür warscheinlich
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von Sepia » Sa 4. Sep 2010, 10:16

Insgesamt denk ich aber, is der Anteil durch die Vampirära trotzdem gestiegen. Ich denke, viele wussten einfach nich, obs ihnen gefällt, hams noch nie ausprobiert.. naja, und dann durch die Vampitbücher lesen sie auch mal was anderes. UNd dann bleibts bei Fantasy. Einige werden sicher wieder aufhören, aber andere wurden dadurch zur Fantasy "gezogen", denk ich..
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Re: Stirbt die Fantasy?

Beitrag von Tiranu_1995 » Sa 4. Sep 2010, 17:45

wollen wir mal hoffen das es viele sind die weiterhin fantasy lesen ;)
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Niemals meine Feste schleifen!
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