Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

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EmerelleFan
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Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

Beitrag von EmerelleFan » Mo 5. Mär 2012, 16:06

Hat jemand das Buch gelesen?

Ich finde, das Buch ist ganz gut geschrieben. Und wenn man sich mal an die Fülle irischer/britannischer Namen gewöhnt hat (das Glossar könnte dazu sehr viel ausführlicher sein :evil: ) auch flüssig zu lesen und spannend. Ich fand das tragische Ende, allerdings nicht so schrecklich wie befürchtet. Yseult und Drystan haben mich nicht so sehr berührt. Mir haben eher die Nebencharaktere wie Brangwyn, Kurvenal, Yseults Mutter Yseult die Weise und Crimthann gefallen. Von denen ich - vor allem gegen Ende - doch gern deutlich mehr erfahren hätte :( )

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Re: Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

Beitrag von Abiane » Do 8. Mär 2012, 09:00

Ja, ich hab es gelesen bzw. bin immer noch dabei. Es ist wirklich sehr gut geschrieben und ich muss dir zustimmen, was die Hauptcharaktere betrifft. Ich habe mir mehr als einmal gedacht - Gott seid ihr zwei egoistisch! Die anderen halten den Kopf für Euch hin und könnt an nix anderes denken als... naja, aber das ist halt die Aussage dieser Geschichte, oder? Wozu es führt, sich so blind seinen Gefühlen hinzugeben. Zumindest sehe ich das so.

Aber am meisten hat mich die gründliche Recherchearbeit der Autorin beeindruckt. Ja, sie ist Historikerin und hat Anglistik studiert, trotzdem braucht es doch einen ausgeprägten hang zum Detail, eine solche Geschichte vor einem historisch korrekten Hintergrund zu inszenieren. Vor allem die Beschreibung des Zustands der römischen Zivilisation und das beginnende Chaos nach dem Abzug der Römer in Britannien hat mich fasziniert.
Alles in allem - tolles Buch, das sowohl als historischer Roman als auch als Fantasybuch durchgehen würde.

LG Abiane

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Re: Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

Beitrag von EmerelleFan » Do 8. Mär 2012, 15:45

Ja, die Beschreibung der damaligen Lebensweise und Politik fand ich sehr faszinierend. Ich weiß nicht, wie realistisch das ist, aber es ist auf jeden Fall so beschrieben, dass man denkt, so könnte es gewesen sein.

Wenn du noch am Lesen bist, will ich nicht zu viel verraten. Da ich auch nicht weiß, wo du bist. Aber ich finde, am Ende lässt es nach. Vor allem hätte ich gerne noch was über Irland erfahren. Ich fand Irland doch faszinierender als Britannien.

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Re: Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

Beitrag von Seara » Do 8. Mär 2012, 21:34

Ich habs auch gelesen. Ist aber schon eine Weile her. Ich fand es aber recht gut. Nicht das, was ich normalerweise lese, aber doch sehr spannend. Ich glaube, ich sollte es nochmal lesen, wenn ich hier mitreden will. ;) Ist wirklich schon eine Weile her...
Was ich nicht verstehe ist, warum es "Flamme und Harfe" heißt?
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Re: Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

Beitrag von EmerelleFan » Do 8. Mär 2012, 22:09

Zum Titel, Flamme und Harfe, spielen ja schon am Anfang eine Rolle. Die Flamme ist ja das Symbol für den Konflikt zwischen alter Religion und Christentum (Osterfeuer <-> Beltanefeuer; das Feuer das die Pristerinnen am Leben erhalten). Und auch die Harfe spielt ja eine Rolle und ist Symbol für die Barden. Drystan selbst gibt sich ja auch eine Weile als Barde aus.
Aber eigentlich sind Flamme und Harfe nicht wirklich Hauptbestandteil. Später spielen sie eigentlich keine Rolle mehr. Ich hätte aber wirklich gerne mehr über das weitere Schicksal von Irland erfahren. Dann hätte der Titel vielleicht auch mehr Sinn gemacht. Wahrscheinlich sollte der Titel vor allem die Leser von Irland-Romanen ansprechen.

Ich finde den Titel vom englischsprachigen eBook besser: "Yseult - A Tale of Love in the Age of King Arthur"

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Re: Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

Beitrag von Abiane » Fr 9. Mär 2012, 11:25

Ich bin schon weit über die 2/3 hinaus und rate mal, warum ich dann aufgehört habe... :mrgreen: , es lässt wirklich ein wenig nach. Und außerdem kam mir dann Drachenelfen dazwischen, hihi.
Zur Symbolik: Ich finde den Titel nicht schlecht, mal was anderes als "Tristan und Isolde". Die Flamme steht für Yseult, die Harfe für Drystan. Und da sich das Buch an diesen Mythos anlehnt, passt es mMn ganz gut zum Thema...

LG Abiane

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Re: Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

Beitrag von Sepia » Fr 9. Mär 2012, 13:34

also.. ich habs mir mal als Leseexemplar kostenlos ausleihen dürfen, normalerweise les ich sowas ja nich - gekauft hätt ichs mir also nich^^ würd ich auch nich machen. ich habs abgebrochen. war einfach nicht meins. So historische Romane.. und dann das gnaze Liebesgeschnulz.. ich weiß auch nicht. Liebesgeschichten sind nicht so meins. (außer sie sind in gute Fantasy eingebettet)
Darf ich dich besteigen?
Nein!
Aber...
Du darfst mich reiten! Besteigen! Ha!



Aber an dem Ort, an den ich dich führen kann, gibt es keine Zukunft. Nur Geister und Träume und verlorene Schatten.
Ich bin so ein verlorener Schatten...

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Re: Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

Beitrag von Seara » Mo 12. Mär 2012, 21:52

Danke EmerelleFan und Abiane! An das hatte ich nicht gedacht.
@Sepia: Ich hab es sozusagen per Zufall gekauft. Einer meiner besten Freunde spielt total gut Harfe und ich hab das Buch gesehen und musste es einfach kaufen. Einfach wegen dem Titel. Ich weis, das ist komisch, aber irgendwie war das so eine Eingebung. Weis auch nicht. Hab es aber auch nicht so schlecht gefunden.
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